Donnerstag, 10. Mai 2018


CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

11. MAI
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

ZUM MARIENMONAT MAI
Omni die dic Mariae,
mea, laudes, anima.
Ejus festa, ejus gesta
cole splendidissima!

*
Propter Evam homo sævam
Accepit sententiam,
Per Mariam habet viam,
Quae ducit ad patriam.


Hæc amanda et laudanda
Cunctis specialiter,
Venerari et precari
Decet illam iugiter.
Ipsam posco, quam cognosco
Posse prorsus omnia,
Ut evellat et repellat,
Quæcumque sunt noxia.
Ipsa donet, ut, quod monet
Eius natus, faciam,
Ut finita carnis vita
Lætus hunc aspiciam.
*
Hoch lobpreise, Lieb’ erweise
Jeder ihr nach Kräften sein;
Sie verehren, Hilf? Begehren
Laßt uns alle insgemein.
Und ich flehe, da ich sehe
Wie bei Gott sie mächtig ist,
Daß die Hehre von uns wehre
Böses Leid zu jeder Frist.
Ach, sie gebe, daß ich lebe,
Wie es will ihr lieber Sohn,
Daß ich droben ihn kann loben,
Ewig schaun im Himmelsthron!
( Übersetzung: H. Bone )
MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
11. MAI – Zu Rom, an der Salarischen Straße, der Heimgang des seligen Priesters Anthimus. Er zeichnete sich durch Tugenden und eifrige Predigttätigkeit aus. Er wurde in den Tiber geworfen. Doch ein Engel brachte ihn ans Ufer zurück und führte ihn wieder in seine Kirche zurück. Später wurde er enthauptet und ging als Sieger in den Himmel ein. - Zu Vienne in Frankreich der heilige Bischof Mamertus. Angesichts eines drohenden Unglücks hielt er in jener Stadt an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt feierliche Bittprozessionen. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

2. Kapitel - Der Abt
11. MAI – Der Abt, der würdig ist, einem Kloster vorzustehen, muss immer bedenken, wie man ihn anredet, und er verwirkliche durch sein Tun, was diese Anrede für einen Oberen bedeutet. Der Glaube sagt ja: Er vertritt im Kloster die Stelle Christi; wird er doch mit dessen Namen angeredet nach dem Wort des Apostels : "Ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!" Deshalb darf der Abt nur lehren und bestimmen, was der Weisung des Herrn entspricht. Sein Befehl und seine Lehre sollen wie Sauerteig göttlicher Heilsgerechtigkeit die Herzen seiner Jünger durchdringen. Der Abt denke immer daran, dass in gleicher Weise über seine Lehre und über den Gehorsam seiner Jünger beim erschreckenden Gericht Gottes entschieden wird. So wisse der Abt: Die Schuld trifft den Hirten, wenn der Hausvater an seinen Schafen zu wenig Ertrag feststellen kann. Andererseits gilt ebenso: Hat ein Hirt einer unruhigen und ungehorsamen Herde all seine Aufmerksamkeit geschenkt und ihrem verdorbenen Treiben jede nur mögliche Sorge zugewandt, wird er im Gericht des Herrn freigesprochen. Er darf mit dem Propheten zum Herrn sagen: "Deine Gerechtigkeit habe ich nicht in meinem Herzen verborgen, ich habe von deiner Treue und Hilfe gesprochen, sie aber haben mich verhöhnt und verachtet." Dann kommt über die Schafe, die sich seiner Hirtensorge im Ungehorsam widersetzt haben, als Strafe der allgewaltige Tod.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
11. MAI – Zu Pontigny der selige Mönch Guido. Leiblicher Bruder unseres hl. Vaters Bernhard. Mit Erlaubnis seiner Gattin, wurde auch er Mönch in Citeaux. ( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

Gedächtnis der seligen Jungfrau Eulalia. Die Welt verachtend, trat sie in den Cistercienserorden ein und führte ein Leben, reich an geistlichen Tugenden.

KLEINES MENOLOGIUM
DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
11. MAI – Zu Souvigny in Frankreich das Hinscheiden des heiligen Abtes Majolus von Cluny. Sein Leben war reich an heiligen Verdiensten.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - MAI - nach der Ordnung von 1963
10. - Alb. - Fer. 6 – S. PIUS V., PAPA & CONF. - iii Lect. - Laud. Com. B.M.V. - in missa lecta: Gl. - or. una – praef. Präf. de Ascensione - Vesp. de fer. – Com. SS. NEREI, ACHILLEI, PANKRATII, MMART. et DOMITILLAE VIRG. Filiae Jerusalem... & B.M.V.-
11. - weiß – Freitag – Fer. VI - HL. PIUS V., PAPST & BEKENN. - iii Lect.- in Laudes: Com. B.M.V. - in missa: Gloria - 1 Oration - Präf. de Ascensione - Vesp. vom folg. Tag - Com. der HLL. NEREUS, ACHILLEUS, PANKRATIUS, MMART. et DOMITILLA, JUNGFR. Filiae Jerusalem...& B.M.V.-
HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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