Freitag, 4. Mai 2018


CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

05. MAI
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
05. MAI – Zu Alexandrien der heilige Diakon Euthymius. Er starb um Christi willen im Kerker. In Auxerre das Leiden des heiligen Lektors Jovinianus. - Zu Thessalonike der Heimgang die heiligen Blutzeugen Irenäus, Peregrinus und Irene. Sie fanden im Feuer den Tod. - Der heilige Papst und Bekenner Pius V. aus dem Predigerorden. Er stellte die kirchliche Ordnung wieder her, dämpfte die Irrlehren und bekämpfte die Feinde des christlichen Namens. Durch Heiligkeit des Lebens und Gehorsam gegen das göttliche Gesetz regierte er die katholische Kirche. - Zu Arles in Frankreich der heilige Bischof Hilarius, hochangesehen ob seiner Wissenschaft und Heiligkeit. - In Vienne in Frankreich der heilige Bischof Niketus, ein Mann von verehrungswürdiger Heiligkeit. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

Der Prolog - Fortsetzung -
05. MAI – Gürten wir uns also mit Glauben und Treue im Guten, und gehen wir unter der Führung des Evangeliums seine Wege, damit wir ihn schauen dürfen, der uns in sein Reich gerufen hat. Wollen wir in seinem Reich und in seinem Zelt wohnen, dann müssen wir durch gute Taten dorthin eilen; anders kommen wir nicht ans Ziel. Fragen wir nun mit dem Propheten den Herrn: "Herr, wer darf wohnen in deinem Zelt, wer darf weilen auf deinem heiligen Berg?" Hören wir Brüder, was der Herr auf diese Frage antwortet und wie er uns den Weg zu seinem Zelt weist: "Der makellos lebt und das Rechte tut; der von Herzen die Wahrheit sagt und mit seiner Zunge nicht verleumdet; der seinem Freund nichts Böses antut und seinen Nächsten nicht schmäht; der den arglistigen Teufel, der ihm etwas einflüstert, samt seiner Einflüsterung vom Auge seines Herzens wegstößt, ihn zunichte macht, seine Gedankenbrut packt und sie an Christus zerschmettert." Diese Menschen fürchten den Herrn und werden wegen ihrer Treue im Guten nicht überheblich; sie wissen vielmehr, dass das Gute in ihnen nicht durch eigenes Können, sondern durch den Herrn geschieht. Sie lobpreisen den Herrn, der in ihnen wirkt, und sagen mit dem Propheten: "Nicht uns, o Herr, nicht uns, sondern deinen Name bring zu Ehren." Auch der Apostel Paulus hat nichts von seiner Verkündigung als sein Verdienst angesehen,sagt er doch: "Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.", und er sagt auch: "Wer sich rühmen will, der rühme sich im Herrn."

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
05. MAI – Sagunt in Spanien, der heilige Bischof Martin de Finojoso, er war Abt von Hortens und erhielt durch wunderbare Fügung dem Beinamen Sacerdos.

Die selige Adelheid, Äbtissin des 1235 gegründeten Klosters Valduc in Ostflandern.

Kirchweihe B.M.V. von Loroux, gegr. 1121. ( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

KLEINES MENOLOGIUM
DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
05. MAI – Der heilige Godehard war Oblate in Niederalteich. Man schickte ihn auch nach St. Emmeram in Regensburg. 990 machte er Profeß in Niederaltaich und 993 wurde  er zum Priester geweiht, bald schon Prior und 996 Abt. St. Godehard war Anhänger der Reformkonstitutionen von Gorze. Die kluge Umsetzung dieser Reform machte Niederaltaich zu einem berühmten Ort. 1001 wurde er auch als Abt  nach Tegernsee berufen, ohne sein Amt in Niederaltaich aufzugeben. Das doppelte Abbatiat war kirchenrechtlich nicht möglich, so daß er 1002 Tegernsee wieder verließ und nach Niederaltaich zurückkehrte. 1022 wurde er auf Veranlassung Kaiser Heinrich II. Bischof von Hildesheim.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - MAI - nach der Ordnung von 1963
05. - Alb. - Sabb. DE B.M.V. - iii Lect. - in Laud. Com. S. SACERDOTIS Euge serve...- Mis. Gl. - or. 2 de S. SACERDOTE - praef. de Beata Et Te in veneratione- Vesp. de seq. Dom. – sine Com.-
05. - weiß - Sabbatum - DE B.M.V. - iii Lect. - in Laudes: Com. des HL. SACERDOS Euge serve...- in missa: Gloria - 2. Oration vom HL. SACERDOS - Präf. de Beata Et Te in veneratione…- Vesp. vom folg. Sonntag - keine Com. -

Nihil fit hoc anno de S. Joanne a Porta Latina

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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