Dienstag, 3. April 2018


CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

04. APRIL

Wir haben die Auferstehung Christi geschaut, laßt uns nun anbeten den heiligen Herrn Jesus, Ihn, der allein ohne Sünde ist. Vor Deinem Kreuze fallen wir nieder, Christus, und besingen und preisen Deine heilige Auferstehung. Denn Du bist unser Gott, außer Dir anerkennen wir keinen andern, Deinen Namen tragen wir. Kommt, alle Gläubigen, laßt uns im Angesicht der heiligen Auferstehung Christi niederfallen; denn siehe, durch das Kreuz ist Freude gekommen für die ganze Welt. Allezeit loben wir den Herrn und besingen Seine Auferstehung; denn Er hat das Leiden am Kreuze auf sich genommen und so durch Seinen Tod den Tod vernichtet.
Leuchte, ja leuchte, neues Jerusalem, denn die Herrlichkeit des Herrn ist über Dir aufgegangen; frohlocke nun und sei fröhlich; Sion! Du aber, reine Gottesmutter, erstrahle im Glanze der Freude über die Auferstehung dessen, den Du geboren.
( byz. Liturgie )

KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
04. APRIL – Zu Mailand das Hinscheiden des heiligen Bekenners und Kirchenlehrers Bischofs Ambrosius.Er zeichnete sich aus durch große Gelehrsamkeit und besaß die Gabe der Wunder. Seinem Bemühen ist es zu verdanken, daß zur Zeit der arianischen Irrlehre fast ganz Italien sich wieder zum katholischen Glauben bekehrte. - Zu Sevilla in Spanien der heilige Bischof Isidorus, Kirchenlehrer und Bekenner, ausgezeichnet durch Heiligkeit und Gelehrsamkeit. Durch seinen Eifer für den katholischen Glauben und seine Bemühungen um das kirchliche Leben brachte er die Kirche Spaniens zu hoher Blüte. – Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

53. Kapitel Die Aufnahme der Gäste

04. APRIL – Alle Fremden, die kommen, sollen aufgenommen werden wie Christus: denn er wird sagen: "Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen." Allen erweise man die angemessene Ehre, besonders den Brüdern im Glauben und den Pilgern. Sobald ein Gast gemeldet wird, sollen ihm daher der Obere und die Brüder voll dienstbereiter Liebe entgegeneilen. Zuerst sollen sie miteinander beten und dann als Zeichen der Gemeinschaft den Friedenskuss austauschen. Diesen Friedenskuss darf man wegen der Täuschung des Teufels erst nach dem Gebet geben. Allen Gästen begegne man bei der Begrüßung und beim Abschied in tiefer Demut: man verneige sich, werfe sich ganz zu Boden und verehre so in ihnen Christus, der in Wahrheit aufgenommen wird. Hat man die Gäste aufgenommen, nehme man sie mit zum Gebet; dann setze der Obere sich zu ihnen oder ein Bruder, dem er es aufträgt. Man lese dem Gast die Weisung Gottes vor, um ihn im Glauben zu erbauen; dann nehme man sich mit aller Aufmerksamkeit gastfreundlich seiner an. Das Fasten breche der Obere dem Gast zu liebe, nur nicht an einem allgemein vorgeschriebenen Fasttag, der eingehalten werden muss. Die Brüder aber fasten wie gewohnt. Der Abt gieße den Gästen Wasser über die Hände; Abt und Brüder zusammen sollen allen Gästen die Füße waschen. Nach der Fußwaschung beten sie den Psalmvers: "Wir haben, o Gott, deine Barmherzigkeit aufgenommen inmitten deines Tempels." Vor allem bei der Aufnahme von Armen und Fremden zeige man Eifer und Sorge, denn besonders in ihnen wird Christus aufgenommen. Das Auftreten der Reichen verschafft sich ja von selbst Beachtung.




LOQUAMUR DE ORDINE NOSTRO




Trauriges letztes Ostern in Mariawald ( ? )


Unter Papst Franziskus als dem obersten Hirten der Kirche und somit letztentscheidenden Verantwortlichen der „Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens„, welcher der brasilianische Kardinal João Kardinal Bráz de Aviz vorsteht, der u. a. für die „Franziskaner der Immakulata“ zum Totengräber wurde, wird, sollte nicht noch ein großes Wunder geschehen, am diesjährige Osterfest letztmals die Osterlaudes von den Trappisten gesungen worden sein.
... Ist der glimmende Docht der Osterkerze für Mariawald gelöscht?

( Aus TU AUTEM )



MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
04. APRIL – Menologium Cisterciense oder kurtzbegrieffene Lebensverfassung....1731 im Original:
In Franckreich die Seelige Aleydis des Heiligen Bernardi leibliche Mutter / welche in der Welt nicht weltlich / sondern geistlich gelebet / und die von ihr gebohrne Söhne in aller Tugend und Frommkeit erzogen; Endlichen aber mit vielen Tugenden und heiligen Werckcn geziehret an zuvor gewusten Tag und Stund ihr heiliges Leben unter dem Gebeth beschlossen.

KLEINES MENOLOGIUM
DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE

04. APRIL – Am 4. April 1757 das fromme Hinscheiden des gottseligen, hochwürdigsten Herrn Abtes Maurus von Plankstetten. Er trat 1719 in das Kloster Plankstetten ein und erhielt den Ordensnamen Maurus. 1726 wurde er zum Priester geweiht und 1742 Abt seines Klosters. Er vertiefte das geistliche Leben seiner Mönche, war den Armen gegenüber mildtätig und arbeitete auch als Abt unermüdlich in der Seelsorge. Das Mitleiden mit dem gegeißelten Heiland, die Verehrung der Schmerzhaften Mutter und die Liebe zum Missionsheiligen Franz Xaver prägten seine Frömmigkeit; deshalb nahm er 1750 zusätzlich den Beinamen Xaverius an.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - APRIL - nach der Ordnung von 1963
04. - Alb. - Fer. 4 - De Oct. - Ad Vigil. Lect. brevis cum ejus R. - Ad Laud. ps. fer. et per Oct. - Mis. ( quotidie propr.) Gl. - Cr. - praef. Pasch. in hac potissimum die... - Communicantes & Hanc igitur… Vesp. de Oct.-
04. - weiß - Mittwoch - OKTAVTAG - in Laudes Ferialpsalmen - in missa: Messe vom Mittwoch IN DER OKTAV - Gloria - Credo - präf. Pasch. ( in hac potissimum die ) Communicantes & Hanc igitur…wie im Missale verzeichnet - Ite missa est mit zwei Alleluja - Vesper von der Oktav -
HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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