Dienstag, 24. April 2018


CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

25. APRIL
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
25. APRIL – Zu Rom die große Bittprozession nach Sankt Peter. - In Alexandria der Heimgang des heiligen Evangelisten Marcus. Er war der Schüler und Dolmetscher des Apostels Petrus. Auf Bitten der Glaubensbrüder in Rom schrieb er sein Evangelium. Mit diesem Evangelium ging er nach Ägypten und verkündete als erster zu Alexandria Christus und gründete eine Gemeinde. Später wurde er wegen des Glaubens an Christus gefangen. Im Kerker wurde er durch die Erscheinung eines Engels gestärkt. Zuletzt erschien ihm der Herr selbst und rief ihn ins Himmelreich, es war im achten Jahre des Nero. - Zu Syrakus auf Sizilien als heilige Martyrer, die Geschwister Evodius, Hermogenes und Callista. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS


66. Kapitel - Die Pförtner des Klosters

25. APRIL – An die Pforte des Klosters, stelle man einen weisen älteren Bruder, der Bescheid zu empfangen und zu geben weiß und den seine Reife daran hindert, sich herumzutreiben. Der Pförtner soll seine Zelle neben der Pforte haben, damit alle, die ankommen, dort immer einen antreffen, von dem sie Bescheid erhalten. Sobald jemand anklopft oder ein Armer ruft, antworte er: "Dank sei Gott" oder "Segne mich". Mit der ganzen Sanftmut eines Gottesfürchtigen und mit dem Eifer der Liebe gebe er unverzglich Bescheid. Braucht der Pförtner eine Hilfe, erhalte er einen jüngeren Bruder. Das Kloster soll, wenn möglich, so angelegt werden, dass sich alles Notwendige, nämlich Wasser, Mühle und Garten, innerhalb des Klosters befindet und die verschiedenen Arten des Handwerks dort ausgebt werden können. So brauchen die Mönche nicht draußen herumlaufen, denn das ist für sie überhaupt nicht gut. Diese Regel soll nach unserem Willen in der Gemeinschaft oft vorgelesen werden, damit sich keiner der Brüder mit Unkenntnis entschuldigen kann.


67. Kapitel - Brüder auf Reisen
Werden Brüder auf Reisen geschickt, empfehlen sie sich dem Gebet aller Brüder und des Abtes. Beim letzten Gebet des Gottesdienstes wird immer aller Abwesenden gedacht. Bei der Rückkehr von der Reise aber sollen sich die Brüder noch am selben Tag bei allen festgesetzten Gebetszeiten am Schluss des Gottesdienstes im Oratorium zu Boden werfen und alle um das Gebet bitten wegen der Fehler, die vielleicht unterwegs vorgekommen sind, wenn sie Böses gesehen oder gehört oder Unnützes geredet haben. Auch nehme sich keiner heraus, einem anderen alles zu erzählen, was er außerhalb des Klosters gesehen und gehört hat, denn das richtet großen Schaden an. Wenn sich einer das herausnimmt, verfällt er der von der Regel vorgesehenen Strafe, ebenso jeder, der den Bereich des Klosters eigenmächtig verlässt, irgendwohin geht oder sonst etwas ohne Erlaubnis des Abtes unternimmt, sei es auch noch so geringfügig.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
25. APRIL – Gedächtnis des seligen Jakob von Saverdun, Mönch von Bolbone. Er wurde Abt von Fondfroide, dann Bischof von Pamier und später Bischof von Mirepoix. 1327 wurde er Kardinal und 1334 Papst. Er nahm den Namen Benedikt an, der XII. dieses Namens. Da es ihm verwehrt war, nach Rom zu kommen, begann er mit dem Bau einer päpstlichen Residenz in Avignon. Um den Mißbräuchen zu steuern, die sich im Orden eingeschlichen hatten, erließ er die Reformkonstitution Fulgens sicut sol. Obwohl ein Mann von großer persönlicher Heiligkeit, wird sein Name immer eng mit dem Babylonischen Exil der Päpste verbunden sein.( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

In der Schweiz 1278 Kirchweihe von Magdenau ( BMV de Augia Virginum ).
KLEINES MENOLOGIUM
DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
25. APRIL – Gedächtnis des heiligen Augustinus. Er war Mönch, dann Prior im damals dem hl. Andreas geweihten Kloster in Rom. Der hl. Papst Gregor der Große sandte ihn 596 zusammen mit vierzig Mönchen zur Mission nach England.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - APRIL - nach der Ordnung von 1963
25. - Alb. - Fer. 4 - S. MARCUS, EVANGELISTA - LITANIAE MAJORES – MM. maj.- Mis. - Gl. - or. 2 de Rogat. - Cr. - praef. Apostolorum - Vesp. de fest. – sine Com.-
25. - violett / rot - MittwochFer. IV - Fest des HL. MARKUS, EVANGELIST - LITANIAE MAJORES – MM. maj.-
- violett - das Konventamt wird als Bittamt gefeiert mit Leviten und Inzens ab Opferung - nach der Terz die Bittprozession ( violettes Pluviale, die Leviten tragen violette Paramente, der Servitor ecclesiae begleitet mit Weihrauch ) - aus gegebenen Anlaß kann anstatt der Prozession die ALLERHEILIGENLITANEI & FOLGENDES im Chor gesungen werden, in beiden Fällen entfällt Ps. Judica..u. die Orat. Auferu. Oramus…- kein Gloria - 2. Oration vom HL. MARKUS - nach der Epistel: Alleluja, Alleluja. V. Propitius esto.., danach Alleluja. V. Exultabo et laetabor…aus der Messe: pro quacumque necessitate - kein Credo - Präf. Apostolorum - Ite missa est -
Vesp. vom Fest - Sonntagspsalmen - keine Com. -


HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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