Montag, 2. April 2018


CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.
03. APRIL

SALVE FESTA DIES

Siehe, die Anmut der wiedergeborenen Erde bezeugt es,
indem all ihre Gaben mit dem Herrn zurückkehren.

Denn den nach dem bitteren Tod triumphierenden Christus
preisen überall die Wälder mit Laub,
die Wiesen mit Blumen.

Den über die Sterne Schreitenden,
der die Fesseln des Todes sprengte,
loben als Gott zu Recht Licht, Himmel, Gestade und Fluten.

Der gekreuzigt war, Gott,
siehe, er herrscht nun über alles,
und jedes Geschöpf bringt Gebete vor seinen Schöpfer.

Er ist der Adel des Jahres,
der Monate Zier und der Tage,
der Stunden Glanz, der alle Zeitalter erwärmt.

Christus, Heil der Welt,
guter Begründer und Erlöser,
einzig Geborener aus der Gottheit des Vaters.

KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
03. APRIL – Zu Taormina auf Sizilien der heilige Bischof und Martyrer Pancratius. - In Tomi in Skythien der Heimgang der heiligen Evagrius und Benignus. - In Thessalonike unter Kaiser Diokletian das Leiden der heiligen Jungfrauen Agape und Chionia. Zuerst mußten beide im Kerker schmachten, dann wurden sie ins Feuer geworfen. Die Flammen ließen sie zwar unberührt, doch nach einem Gebet zum Herrn hauchten sie ihre Seelen aus. – Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.


LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

52. Kapitel Das Oratorium des Klosters

03. APRIL – Das Oratorium sei, was sein Name besagt, Haus des Gebetes. Nichts anderes werde dort getan oder aufbewahrt. Nach dem Gottesdienst gehen alle in größter Eile hinaus und bezeugen Ehrfurcht vor Gott. So wird ein Bruder, der noch für sich allein beten möchte, nicht durch die Rücksichtslosigkeit eines anderen daran gehindert. Auch wenn sonst einer still für sich beten will, trete er einfach ein und bete, nicht mit lauter Stimme, sondern unter Tränen und mit wacher Aufmerksamkeit des Herzens. Wer sich nicht so verhalten will, darf nach dem Gottesdienst nicht im Oratorium zurückbleiben, damit, wie gesagt, ein anderer nicht gestört wird.


MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
03. APRIL – In Böhmen seliges Gedenken an den Mönch Johannes vom Kloster Velehrad und sechs weiteren Mitbrüdern, die von den Hussiten jämmerlich mißhandelt wurden, um die Herausgabe der hl. Geräte zu erzwingen. Die Mönche haben die Torturen nicht überlebt. In der Kirche errichteten die Missetäter einen Scheiterhaufen aus Altären, Figuren und hl. Gewändern und verbrannten den Abt, seinen Sekretär und leiblichen Bruder.

In Villers in Brabant der selige Mönch Nikolaus und der gottselige Konversbruder Herrmann.

Anno 1244 in der Schweiz Gründung von B.M.V. von Magdenau.

1299 Kirchweihe B.M.V. von Grevenbroich. ( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

KLEINES MENOLOGIUM
DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
03. APRIL – Gedächtnis des seligen Alfanus, Mönch auf dem Montecassino.
In Pisia der selige Kamaldulenserabt Bonus. 1070 verewigt.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - APRIL - nach der Ordnung von 1963
03. - Alb. - Fer. 3. De Oct. - MM. maj. - Ad Vigil. Lect. brevis cum ejus R. - Ad Laud. ps. Dominus regnavit...- Mis. ( quotidie propr.) Gl. - Cr. - praef. Pasch. in hac potissimum die... - Communicantes & Hanc igitur… Vesp. de Oct.-
03. - weiß - Dienstag - OKTAVTAG – MM. maj. - alles wie gestern - In der Vigil lectio brevis mit Responsorium - in Laudes Festtagspsalmen - in missa: Messe vom Dienstag IN DER OKTAV - Gloria - Credo - präf. Pasch. ( in hac potissimum die ) Communicantes & Hanc igitur…wie im Missale verzeichnet - Ite missa est mit zwei Alleluja - Vesper von der Oktav - Sonntagspsalmen -
HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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