Freitag, 9. März 2018


CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

10. MÄRZ
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

GEBETE ZUR FASTENZEIT
6. Das Wort Gottes ist Fleisch geworden.* Durch die Menschwerdung hat Es sich mit uns vereint.* Christus war uns in allem gleich,* außer der Sünde.* Er erniedrigte sich und gab uns das Beispiel der Demut. 7. Christus sammelt die Hirten.* Er führt die Weisen zur Anbetung.* Er ruft zum Martyrium die unschuldigen Kinder.* Im Tempel verherrlicht Er den Greis und die Witwe.* Empfange auch du Ihn durch deine Umkehr. 8. Der Herr fastete vierzig Tage in der Wüste.* Dann hungerte Ihn und so erwies Er sich als wahrer Mensch.* Sei nicht entmutigt,* wenn die Versuchung über dich kommt.* Mit der Hilfe des Herrn* kannst du den Feind durch Fasten und Beten besiegen. 9. Auch Christus wurde von Satan versucht,* der Ihm Steine zeigte,* damit Er ihnen befehle,* zu Brot zu werden.* Der Teufel nahm den Herrn mit auf einen hohen Berg,* und zeigte Ihm in einem Augenblick alle Reiche der Erde.* Fliehe vor den Schauspielen des Bösen,* sei wachsam und rufe den Namen des Herrn an zu jeder Stunde. 29 10. Wie die Stimme der Taube in der Wüste,* so ruft die Stimme des Vorläufers des Herrn zur Bekehrung auf.* Herodes und Herodias haben gegen Gott gesündigt.* Du sei wachsam, damit du nicht in die Falle des Bösen gerätst.* Wende dein Herz zum Herrn. 11. Der Vorläufer der Gnade lebte in der Wüste,* und ganz Judäa und Samaria hörte auf ihn.* Alle kamen herbei, bekannten ihre Sünden,* und empfingen mit Freude die Taufe der Reue.* Ahme auch du ihre Umkehr nach. 12. Geheiligt ist die Vermählung,* und die eheliche Vereinigung ist ohne Makel.* Christus hat beides bei der Hochzeit zu Kana gesegnet:* als erstes Seiner Wunder hat Er dort Wasser in Wein verwandelt.* So zeigte Er, daß Er auch dein Herz vergöttlichen will. 13. Den Gelähmten stellte Christus wieder aufrecht,* so daß dieser seine Bahre tragen konnte.* Tote erweckt der Herr zum Leben:* den Sohn der Witwe, und die Tochter des Jairus.* Er begegnete der Samariterin und lehrte uns die Anbetung in Geist und Wahrheit.. 14. Der Herr hat die an Blutfluß erkrankte Frau geheilt,* die den Saum Seines Mantels berührte.* Die Aussätzigen machte Er rein.* Den Blinden schenkte Er das Licht.* Die Tauben, die Stummen und die gekrümmte Frau heilte Er durch Sein Wort.* Auch dir offenbart Er Sein Heil. 15. Christus, das ewige Wort des Vaters,* verkündet die Frohbotschaft den Armen.* Er heilt die Krankheiten und Gebrechen.* Er ißt mit den Zöllnern und redet mit den Sündern.
*
Dir singen wir, o Mutter Gottes,* dich preisen wir, dich verehren wir,* denn die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit hast du geboren,* deinen Sohn und deinen Gott;* und den Himmel hast du uns hier auf Erden geöffnet.* Heilige Mutter Gottes, bitte für uns.

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
10. - MÄRZ – Zu Apaméa in Phrygien der Heimgang der heiligen Blutzeugen Cajus und Alexánder. Der Bischof Apollináris von Hierápolis berichtet in seinem Buch gegen die irrgläubigen Kataphrygier, daß sie in der Verfolgung des Marcus Antonínus und Lucius Verus durch ein glorreiches Martyrium die Krone erlangten. - In Persien das Leiden von zweiundvierzig heiligen Martyrern. - Ferner das Gedächtnis der heiligen Gorgonus und Firmus. - Zu Paris das Hinscheiden des heiligen Abtes Droctovéus. Er war ein Schüler des seligen Bischofs Germánus. - Im Kloster Bóbbio der heilige Abt Attalas, berühmt durch zahlreiche Wunder. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

32. Kapitel Werkzeug und Gerät des Klosters

10. MÄRZ – Den Besitz des Klosters, nämlich Werkzeug, Kleidung und alle anderen Dinge, vertraue der Abt Brüdern an, auf deren Lebensweise und Charakter er sich verlassen kann. Nach seinem Ermessen übergebe er ihnen alle Gegenstände, die sie verwahren und wieder einfordern sollen. Der Abt führe ein Verzeichnis über all dieser Dinge. So weiß er was er gibt und was er zurückhält, wenn die Brüder einander in den zugewiesenen Aufgaben ablösen. Wenn einer die Sachen des Klosters verschmutzen lässt oder nachlässig behandelt, werde er getadelt. Wenn er sich nicht bessert, treffe ihn die von der Regel vorgesehene Strafe.


MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
10. MÄRZ – Gedenken an die selige Christiana, Nonne des Klosters Nazareth.

In England der selige Johannes Pasleus, Abt im Cistercienserkloster in Lancaster. Er erlitt das Martyrium 1536.

Ein weiterer namenloser Märtyrer und Abt in Lancaster, ebenfalls 1536 ermordet.

KLEINES MENOLOGIUM
DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
10. MÄRZ – Gedächtnis des heiligen Suitbert, vermutlich ein Engländer. Er wurde der erste Bischof von Verden an der Aller. Sein frommes Hinscheiden war um 800.
Gedenken an den seligen Wirnto, Mönch von St. Blasien. Später wurde er zum Prior in Göttweig bestellt. 1108 erhielt er die Berufung als Abt von Formbach / Vornbach. Der sel. Wirnto war der zweite Abt dieses Klosters. Sein Wirken richtet sich auf die Erneuerung der monastischen Disziplin und getreue Regelbeobachtung.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - FEBRUAR - nach der Ordnung von 1963
10. MÄRZ – Sabb. – de eo – Vigil. 3 lect. - RR 1, 2, 3 de Dom. 3 Quadrag. Videntes Joseph…, Dixit Judas…, Videns Jacob…- Laud. Com. B.M.V.- Mis. sabb. p. Dom. 3 Quadrag. - sine Gl. - or. una – nec Tractus – Praef. de Quadragesima - Oratio super populum - Vesp. de seq. Dom. - sine Com. -

10. - violett – Samstag - de eo - in Vigil: 3 lect. - 1, 2, 3 vom 3. FASTENSONNTAG Videntes Joseph…, Dixit Judas…, Videns Jacob…- in missa: Samstag n. 3. FASTENSONNTAG - 1 Oration - nec Tractus - Präf. de Quadragesima - Oratio super populum - Vesp. vom folg. Sonntag - keine Com.-
HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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