Montag, 26. März 2018


CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

27. MÄRZ
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

GEBETE ZUR FASTENZEIT
Durch Fasten wollen wir uns reinigen und der Tugend Berg ersteigen, und deutlich laßt uns hören, was Gott in uns reden wird. Denn vom Frieden wird er sprechen, vom Licht und von der Heilung seelischer Gebrechen.
Aus der 8. Ode des Triodion des Joseph in der Matutin am Dienstag der  5. Fastenwoche
*
Dir singen wir, o Mutter Gottes,* dich preisen wir, dich verehren wir,* denn die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit hast du geboren,* deinen Sohn und deinen Gott;* und den Himmel hast du uns hier auf Erden geöffnet.* Heilige Mutter Gottes, bitte für uns.

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
27. MÄRZ – In Pannónien der heilige Soldat Alexánder. - In Ägypten der heilige Einsiedler Johannes, ein Mann von großer Heiligkeit. Neben anderen Vorzügen war er auch mit prophetischem Geist erfüllt und weissagte dem Kaiser Theodósius Siege über die Herrscher Máximus und Eugénius. – Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

46. & 47. Kapitel Die Bußen für andere Verfehlungen

27. MÄRZ – Wenn jemand bei irgend einer Arbeit, in der Küche, im Vorratsraum, bei einem Dienst, in der Bäckerei, im Garten, bei der Ausübung eines Handwerks oder sonst irgendwo einen Fehler macht oder etwas zerbricht oder verliert oder irgendwo etwas anderes verschuldet und nicht unverzüglich kommt, um von sich aus vor Abt und Gemeinschaft Buße zu tun und seinen Fehler zu bekennen, sondern wenn sein Fehler durch einen anderen bekannt wird, dann treffe ihn eine schwere Strafe. Handelt es sich aber um eine in der Seele verborgene Sünde, eröffne er sie nur dem Abt oder einem der geistlichen Väter, der es versteht, eigen und fremde Wunden zu heilen, ohne sie aufzudecken und bekanntzumachen.

Das Zeichen zum Gottesdienst
Die Zeit zum Gottesdienst am Tage und in der Nacht anzukündigen sei Sorge des Abtes. Er gebe selbst das Zeichen oder übertrage die Sorge dafür einem gewissenhaften Bruder, damit alles zur rechten Zeit geschieht. Psalmen und Antiphonen sollen nach dem Abt die Brüder, denen es aufgetragen wird, nach ihrer Rangordnung vortragen. Keiner aber nehme sich heraus, zu singen oder zu lesen, wenn er diese Aufgabe nicht so erfüllen kann, dass die Hörer erbaut werden. Es geschehe mit Demut, Ernst und Ehrfurcht und im Auftrag des Abtes.


MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
27. MÄRZ – Gedenken an den seligen Peter Marginet, Mönch von Poblet. Er besaß große geistige Fähigkeiten, deswegen vertraute man ihm verschiedene Ämter an. Leider unterhielt er eine schädliche Freundschaft mit einem Minderbruder von Montblanch, der ein verkommenes Leben führte. Er wurde seinen Gelübden untreu und zog mit diesem Bruder durch die Lande und ergab sich allen Lastern. Aber die Mitbrüder in Poblet beteten unermüdlich für seine Bekehrung. Endlich kehrte er reumütig zurück und unterwarf sich den strengen Strafen seines Abtes. Er führte von nun an ein hartes Bußleben und besuchte alle Orte, wo er schlechtes Beispiel gegeben hatte und leistete dort Abbitte. Dann zog er sich in eine Höhle als Einsiedler zurück. Dort ist er im Frieden des Herrn entschlafen.

Ewiges Gedächtnis an den gottseligen Konversbruder Anton Prud´homme vom Kloster B.M.V. de Trappa. In der französischen Revolution wurde er vor Gericht gestellt und versicherte dort, er werde seinen Gelübden treu bleiben. Er wurde als Fanatiker verurteilt. So durfte er alsbald das Martyrium erdulden. ( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

KLEINES MENOLOGIUM
DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
27. MÄRZ – Der heilige Godehard war Oblate in Niederalteich. 990 machte er Profeß und wurde 993 zum Priester geweiht, bald schon Prior und 996 Abt. Der Heilige war Anhänger der Reformen von Gorze, was sich auf die Entwicklung der Abtei sehr segensreich auswirkte. 1001 erhielt er einen Ruf als Abt von Tegernsee, gab aber sein Amt in Niederaltaich nicht auf. Dieses doppelte Amt war kirchenrechtlich nicht zulässig, so dass er 1002 Tegernsee wieder verließ und nach Niederaltaich zurückkehrte. Auf Vorschlag Kaiser Heinrich II. wurde er 1022 Bischof von Hildesheim.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - MÄRZ - nach der Ordnung von 1963
27. MÄRZ – viol.- Fer. 3 – De ea - Vigil: 3 lect. - RR.propr. - in missa de fer. 3 in hebd. magna - Oratio una - Passion abbreviata sec. Marcum in tono Evang. - nec Tractus - Praef. de S. Cruce - Oratio super populum - Vesp. de fer.-

27. - violett – Dienstag – Fer. III - de ea - KARDIENSTAG - in Vigil: 3 lect. - eig. Responsorien für den Tag - in missa: Messe vom KARDIENSTAG - 1 Oration - verkürzte Passion ( abbreviata ) n. Markus im Evangelienton ( könnte auch von drei Diakonen gesungen werden ) - kein Tractus - Präf. de S. Cruce - Oratio super populum - Vesp. vom Tag -

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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