Freitag, 16. März 2018


CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

17. MÄRZ
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

GEBETE ZUR FASTENZEIT
Ist die Seele verhärtet und durch den Rausch der Leidenschaften verfinstert, nimmer blicke ich dann zu Dir hin, dem alleinigen Gott. Darum erbarme Dich meiner und erleuchte mich und öffne mir die Tore zur Umkehr. Aus der 8. Ode des Triodion des Joseph in der Matutin am Montag der 1. Fastenwoche

Dir singen wir, o Mutter Gottes,* dich preisen wir, dich verehren wir,* denn die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit hast du geboren,* deinen Sohn und deinen Gott;* und den Himmel hast du uns hier auf Erden geöffnet.* Heilige Mutter Gottes, bitte für uns.


MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
17. MÄRZ – In der Stadt Nicomedia das Gedächtnis des heiligen Blutzeugen Eugenius, Pamphiliani, Kastor und Serenus. - In Irland der Heimgang des heiligen Bischofs und Bekenners Patrícius. Er war der erste, der auf dieser Insel Christus verkündete. Berühmt wurde er durch große Wunder und Tugenden. - Das Hinscheiden des heiligen Konrad aus Bayern. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

37 & 38 Kapitel Alte und Kinder

17. MÄRZ – Zwar neigt der Mensch von Natur aus zu barmherziger Rücksicht auf die Lage der Alten und der Kinder; doch soll auch durch die Autoritt der Regel für sie gesorgt sein. Immer achte man auf ihre Schwäche. Für ihre Nahrung darf die Strenge der Regel keinesfalls gelten. Vielmehr schenke man ihnen Güte und Verständnis; sie dürfen schon vor der festgesetzten Zeit essen.

Der wöchentliche Dienst des Tischlesers

Beim Tisch der Brüder darf die Lesung nicht fehlen. Doch soll nicht der Nächstbeste nach dem Buch greifen und lesen, sondern der vorgesehene Leser beginne am Sonntag seinen Dienst für die ganze Woche. Wer den Dienst antritt, erbitte nach der Messe und der Kommunion das Gebet aller, damit Gott den Geist der Überheblichkeit von ihm fernhalte. daher beten alle im Oratorium dreimal folgenden Vers, den der Leser anstimmt: "Herr, öffne meine Lippen, damit mein Mund dein Lob verkünde." So erhält er den Segen und beginnt dann seinen Dienst als Leser. . Es herrsche größte Stille. Kein Flüstern und kein Laut sei zu hören, nur die Stimme des Lesers. Was sie aber beim Essen und Trinken brauchen, sollen die Brüder einander so reichen, das keiner um etwas bitten muss. Fehlt trotzdem etwas, erbitte man es eher mit einem vernehmbaren Zeichen als durch ein Wort. Niemand nehme sich heraus, bei Tisch Fragen über die Lesung oder über etwas anderes zu stellen, damit es keine Gelegenheit zum Unfrieden gibt. Doch der Obere kann zur Erbauung kurz etwas sagen. Der Tischleser der Woche erhält vor Beginn der Lesung etwas Mischwein, und zwar wegen der heiligen Kommunion; auch soll ihm das Fasten nicht zu schwer werden. Nachher ist er mit denen, die in der Küche oder anderswo ihren Wochendienst haben. Die Brüder dürfen übrigens nicht der Reihe nach vorlesen oder vorsingen, sondern nur, wenn sie die Zuhörer erbauen.


MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
17. MÄRZ – Zu Clairvaux der selige Mönch Stephanus. Später ernannte ihn Innozenz II. Zum Kardinalbischof von Praeneste. Der hl. Bernhard richtete an ihn einen Brief.

Zu Trebnitz die selige Äbtissin Gertrud, Tochter der hl. Hedwig. Gerne hätte sie ihre Mutter ins Kloster aufgenommen. Doch die hl.Hedwig wollte keine Profeß ablegen, um sich der Armen und Kranken annehmen zu können. ( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

Das Hinscheiden des heiligen Konrad aus Bayern, er verachtete irdische Güter und ergab sich unter unserem heiligen Vater Bernhard in Clairvaux dem monastischen Leben. Schließlich wanderte er, von Sehnsucht nach dem himmlischen Reich verzehrt, in der Nähe von Bari und Meduneum in Apulien in die ewige Heimat.

In Irland 1878 die Gründung des Klosters B. M. de Monte S. Joseph.

KLEINES MENOLOGIUM
DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
17. MÄRZ – Gedenken an die heilige Gertrud, Äbtissin in Nivelles.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - FEBRUAR - nach der Ordnung von 1963
17. MÄRZ – viol.- sabb. – De eo - Vigil: 3 lect. - RR. 1, 2, 3 de 4 Dom. Quadr. Locutus est…, Stetit Moyses…, Cantemus- Laud. Com. B.M.V.- Mis. sabb. p. 4 Dom. Quadr.- sine Gl. - or. una – nec Tractus – Praef. de Quadragesima - Oratio super populum - Vesp. de seq. Dom. - sine Com. -

17. - violett - Samstag - de eo - de ea ( Ferialtag ) - in Vigil: 3 lect. - Responsorien 1, 2, 3 vom 4. FASTENSONNTAG Locutus est…, Stetit Moyses…, Cantemus- in Laudes Com. B.M.V.- in missa: Messe vom Samstag nach dem 4. FASTENSONNTAG - 1 Oration - nec Tractus - Präf. de Quadragesima - Oratio super populum - Vesp. vom folg. Sonntag – keine Com. -

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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