Mittwoch, 14. März 2018


CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

15. MÄRZ
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

GEBETE ZUR FASTENZEIT
Die heiligen Fasten lasst uns freudig beginnen, Christi, Gottes heiliger Satzungen Glanz ausstrahlend, der Liebe Licht, des Flehens Strahl, der Reinheit Leuchten, der Tapferkeit Macht. Wie Träger des Lichts lasst uns eilen zu der heiligen Auferstehung am dritten Tag, welche die Welt mit Unsterblichkeit verklärt.
Kathisma des Theodor Studites in der Matutin am Montag der
1. Fastenwoche
Dir singen wir, o Mutter Gottes,* dich preisen wir, dich verehren wir,* denn die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit hast du geboren,* deinen Sohn und deinen Gott;* und den Himmel hast du uns hier auf Erden geöffnet.* Heilige Mutter Gottes, bitte für uns.

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
15. - MÄRZ – Zu Caesaréa in Kappadókien das Leiden des heiligen Soldaten Longínus. Er durchbohrte, so wird berichtet, * die Seite des Herrn mit einer Lanze. - Zu Thessalónike die heilige Matróna. Sie wurde als Christin ertappt, vielfach mißhandelt und zuletzt mit starken Knütteln zu Tode geprügelt. Im Bekenntnis zu Christus gab sie betend ihre reine Seele Gott zurück. Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

36. Kapitel Von den kranken Brüdern

15. MÄRZ – Die Sorge für die Kranken muss vor und über allem stehen: Man soll ihnen so dienen, als wären sie wirklich Christus; hat er doch gesagt: "Ich war krank, und ihr habt mich besucht,“ und: "Was ihr einem dieser geringsten getan habt, das habt ihr mir getan." Aber auch die Kranken mögen bedenken, dass man ihnen dient, um Gott zu ehren; sie sollen ihre Brüder, die ihnen dienen, nicht durch übertriebene Ansprüche traurig machen. Doch auch solche Kranke müssen in Geduld ertragen werden; denn durch sie erlangt man größeren Lohn. Daher sei es eine Hauptsorge des Abtes, dass sie unter keiner Vernachlässigung zu leiden haben. Die kranken Brüder sollen einen eigenen Raum haben und einen Pfleger, der Gott fürchtet und ihnen sorgfältig und eifrig dient. Man biete den Kranken, sooft es ihnen guttut, ein Bad an; den Gesunden jedoch und vor allem den Jüngeren erlaube man es nicht so schnell.
Die ganz schwachen Kranken dürfen außerdem zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit Fleisch essen. Doch sobald es ihnen besser geht, sollen sie alle nach allgemeinem Brauch auf Fleisch verzichten. Der Abt sehe es als eine Hauptsorge, dass die Kranken weder vom Cellerar noch von den Pflegern vernachlässigt werden. Auf ihn fällt zurück, was immer die Jünger verschulden.


MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
15. MÄRZ – Das Gedenken an den seligen Abt Adalbert von Tarouca. Der hl. Bernhard sandte ihn und den seligen Boemund nach Portugal. Sie waren die Klostergründer von Tarouca. ( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

Seliges Gedächtnis an den seligen Karl, den achten Abt von Villers in Brabant. In der Welt war er ein Kriegsheld und die Mächtigen nahmen seine Dienste gern in Anspruch. Dann aber wollte er nur noch Christus Kriegsdienste leisten und trat mit mehreren Gefährten in das Kloster der Heiligen, in Himmerod ein. Als er zum Abt von Villers gewählt wurde, verbarg er sich und konnte erst durch die Autorität des Generalkapitels zur Annahme dieses Amtes bewegt werden. Nachdem er lobwürdig seines Amtes gewaltet hatte, erbat er sich vom Abt von Clairvaux die Gnade, nach Himmerod zurückkehren zu dürfen. Dort hat er bis zu seinem seligen Ende ein demütiges und frommes Leben geführt.

KLEINES MENOLOGIUM
DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
15. MÄRZ – Gedächtnis des heiligen Witta. Er war erst Mönch auf Hy / Jona. Er gehörte zu den Gefährten des hl. Bonifatius. Dieser setzte ihn 741/742 zum ersten Bischof von Büraburg ( Fritzlar – Ungedanken ) ein. 746/747 ist er heiligmäßig gestorben.
In England die selige Cuthberga. Mit Einwilligung ihres Gatten wurde sie Nonne im Kloster in Barking und gründete nach dem Tod ihres Mannes das Kloster Wimborne, zu dessen erster Äbtissin sie wurde. Zu ihren Nonnen gehörten die hl. Lioba von Tauberbischofsheim und die sel. Thekla von Kitzingen.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - FEBRUAR - nach der Ordnung von 1963
15. MÄRZ – viol.- Fer. 5 – De ea - Vigil: 3 lect. - RR. 7, 8, 9 de 4 Dom. Quadr. Moyses famulus…, Splendida…, Audi Israel…- Laud. Com. B.M.V.- Mis. fer. 5 p. 4 Dom. Quadr.- sine Gl. - or. una – nec Tractus – Praef. de Quadragesima - Oratio super populum - Vesp. de fer. - Com. B.M.V.-

15. - violett - Donnerstag Fer. V - de ea ( Ferialtag ) - in Vigil: 3 lect. - Responsorien 7, 8, 9 vom 4. FASTENSONNTAG Moyses famulus…, Splendida…, Audi Israel…- in Laudes Com. B.M.V.- in missa: vom Donnerstag nach dem 4. FASTENSONNTAG:- 1 Oration – nec Tractus - Präf. de Quadragesima - Oratio super populum - Vesp. vom Tag - Com. B.M.V.

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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