Montag, 12. März 2018


CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

13. MÄRZ
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

GEBETE ZUR FASTENZEIT
In überquellender Freude laßt uns aufnehmen, ihr Gläubigen, die gottgegebene Botschaft der Fasten wie einstmals die Niniviten und wie später die Sünderinnen und Zöllner des Johannes Aufruf zur Buße befolgten; durch Enthaltsamkeit laßt uns bereit sein zur Teilnahme zum Abendmahl auf Sion und durch Tränen lasset rein uns werden für die göttliche Fußwaschung; flehen lasst uns dort, des Paschavorbilds Vollendung zu sehen: die Lehre der Wahrheit; vorbereiten wollen wir uns auf die Verehrung des Kreuzes und auf die Auferstehung Christi, unseres Gottes; so laßt zu Ihm uns rufen: laß unsre Hoffnung nicht zuschanden werden, o Menschenfreund.
Apostichon der Vesper zum Mittwoch vor dem 4. Vorfasten-Sonntag
*
Dir singen wir, o Mutter Gottes,* dich preisen wir, dich verehren wir,* denn die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit hast du geboren,* deinen Sohn und deinen Gott;* und den Himmel hast du uns hier auf Erden geöffnet.* Heilige Mutter Gottes, bitte für uns.

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
13. - MÄRZ – Zu Nikomedien der Heimgang der heiligen Martyrer Macedónius, seiner Gemahlin Patrícia, sowie seiner Tochter Modésta. - Zu Nicäa in Bithynien als heilige Martyrer Theusétas und sein Sohn Horres, ferner Theodóra, Nymphodóra, Marcus und Arábia. Sie alle erlitten für Christus den Feuertod. - In der Thebais das Hinscheiden der heiligen Jungfrau Euphrásia. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

35. Kapitel Der wöchentliche Dienst in der Küche

13. MÄRZ – Die Brüder sollen einander dienen. Keiner werde vom Küchendienst ausgenommen, es sei den, er wäre krank oder durch eine dringende Angelegenheit beansprucht; denn dieser Dienst bringt großen Lohn und lässt die Liebe wachsen. Den Schwachen aber gebe man Hilfe, damit sie ihren Dienst verrichten, ohne traurig zu werden. Überhaupt sollen alle je nach Größe der Gemeinschaft und nach den örtlichen Verhältnissen Hilfe bekommen Ist die Gemeinschaft größer, sei der Cellerar vom Küchendienst ausgenommen, ebenso wer, wie gesagt, durch wichtigere Angelegenheiten beansprucht ist. Die übrigen Brüder sollen einander in Liebe dienen. Wer den Wochendienst beendet, soll am Samstag alles reinigen und die Tücher waschen, mit denen sich die Brüder Hände und Füße abtrocknen. Die Brüder, die den Wochendienst beginnen und die ihn beenden, sollen allen die Füße waschen. Die benutzten Gerte sollen dem Cellerar sauber und unbeschädigt zurückgegeben werden. Der Cellerar aber übergebe sie dem weiter, der den Dienst antritt. So weiß er, was er gibt und was er zurückhält.


MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
13. MÄRZ – In Portugal die heilige Nonne Sancia, eine Tochter des Königs Sancho I. Sie lebte im Kloster Cella, das ihre Schwester Therese gestiftet hatte. Dort setzte sie ihr hartes Bußleben in Demut und Gehorsam fort, das sie schon in der Welt geführt hatte, so glich ihr Hof eher einem Asketerion als einem Palast. Ehebewerber, die um ihre Hand anhielten, wies sie regelmäßig ab. 1705 bestätigte Papst Clemens IX. ihren Kult als Heilige seit „unvordenklichen Zeiten“.

In Trois - Fontaines der selige Mönch Eustachius. Das Gebet und die Tränen seiner Mutter haben ihn bekehrt.
( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

KLEINES MENOLOGIUM
DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
13. MÄRZ – Gedächtnis des seligen Eldrad, Mönch im 726 gegründeten Kloster St. Peter in Novalesa. 826 wurde er Abt dieses Klosters. Unter seiner Stabführung erlebte das Kloster eine erste Blüte. Er gründete auch das Kloster Le Monetier-les-Bains bei Briançon mit Mönchen aus Novalesa.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - FEBRUAR - nach der Ordnung von 1963
13. MÄRZ – viol.- Fer. 3 – De ea - Vigil: 3 lect. - RR. 1, 2, 3 de 4 Dom. Quadr. - Locutus est…, Stetit Moyses…, Cantemus- Laud. Com. B.M.V.- Mis. fer. 3 p. 4 Dom. Quadr.- sine Gl. - or. una – nec Tractus – Praef. de Quadragesima - Oratio super populum - Vesp. de fer. - Com. B.M.V.-

13. - violett - Dienstag Fer. III - de ea ( Ferialtag ) - in Vigil: 3 lect. - Responsorien 1, 2, 3 vom 4. FASTENSONNTAG Locutus est…, Stetit Moyses…, Cantemus- in Laudes Com. B.M.V.- in missa: Messe vom Dienstag nach dem 4. FASTENSONNTAG - 1 Oration - nec Tractus - Präf. de Quadragesima - Oratio super populum - Vesp. vom Tag - Com. B.M.V.-

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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