Samstag, 10. März 2018


CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

11. MÄRZ
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

GEBETE ZUR FASTENZEIT
Zachäus war Zöllner, und er wurde gerettet.* Simon, der Pharisäer, erkannte das Reich Gottes nicht.* Die Sünderin jedoch empfing die Lossprechung des Herrn.* Er hat die Macht, die Sünden zu vergeben.* Auch dir kann Er alle deine Sünden vergeben. 18. Die Sünderin nahm ein Alabastergefäß voll duftender Narde.* Weinend salbte sie die Füße des Herrn* und trocknete sie mit ihren Haaren.* Getilgt wurden dadurch all ihre Sünden. 19. Die Städte, in denen Christus am meisten Wunder gewirkt hat,* die aber die Frohbotschaft nicht empfingen, tadelte Er:* „Wenn in Sodom die Wunder geschehen wären,* die bei dir geschehen sind,* hätte man dort in Sack und Asche Buße getan.“ 20. Verzweifle nicht, denn du weißt,* wie die kanaanäische Frau durch ihren Glauben* auf ein einziges Wort des Herrn* die Heilung ihrer Tochter erlangte.* Rufe auch du aus dem Tiefsten deines Herzens:* „Herr Jesus, erbarme Dich meiner.“ 2 1. Herr Jesus, erbarme Dich meiner und rette mich.* Du hast die Besessenen durch Dein Wort befreit.* Laß auch mich wie den Schächer die tröstenden Worte hören:* „Wahrlich, Ich sage dir, du wirst mit mir im Paradies sein,* wenn ich in meiner Königsherrschaft komme.“ 22. Einer der Schächer, die mit Dir am Kreuz hangen, klagte Dich an.* Der andere hat Dich als Gott bekannt.* O mein Herr, der Du reich bist an Erbarmen,* öffne auch mir - wie dem gläubigen Schächer - das Tor zu Deinem Königreich. 23. Die ganze Schöpfung wurde in Trauer gestürzt,* als sie Dich am Kreuz sah.* Die Berge, die Felsen, die Tiefen der Erde erbebten,* die Unterwelt verlor ihre Beute,* und der helle Tag wurde zur Nacht. 24. Du forderst von mir keine große Buße.* Du kennst meine Schwachheit.* Schenke mir ein reuevolles Herz und den Geist der Armut,* damit ich Dir, mein Erlöser, ein wohlgefälliges Opfer darbringe. 25. Mein Richter bist Du und Du kennst mich.* Schau mit Erbarmen auf mich,* wenn Du mit Deinen Engeln kommst,* um die Welt zu richten.* Nimm mich auf auch wenn ich ein großer Sünder war. Heilige Maria von Ägypten,* bitte für uns. O Maria von Ägypten,* alle Engel im Himmel und alle Menschen auf Erden* hast Du in Staunen versetzt* durch dein übernatürliches Leben.* Von Gott getragen bist du über den Jordan geschritten. Heilige Maria von Ägypten,* bitte für uns. Bitte für uns den Schöpfer, o heilige Maria von Ägypten,* daß Er uns alles vergebe,* und uns aus der Bedrängnis befreie.* Wir loben Ihn ohne Ende, der dich verherrlicht hat. Heiliger Andreas von Kreta,* bitte für uns. Heiliger Andreas, du Hirte von Kreta,* bekleidet mit Weisheit,* der du die Barmherzigkeit Gottes in seinen Erwählten preisest,* bitte Gott für uns, die wir diesen Hymnus singen. Ehre sei dem Vater und dem Sohn* und dem Heiligen Geist: Wir preisen den Vater, wir lobsingen dem Sohn,* im Glauben beten wir an den Heiligen Geist;* die unteilbare Heilige Dreifaltigkeit und Einheit in Drei Personen,* alleiniges und dreifaches Licht,* alleiniges und dreifaches Leben,* das alle Enden der Erde belebt und erleuchtet. 31 Jetzt und allezeit* und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Heilige Maria, Mutter Gottes,* behüte das gläubige Volk,* denn es herrscht durch dich im Glauben.* In dir ist es stark und in dir ist es siegreich,* weist es die Versuchungen zurück und besiegt den Feind.* Heilige Mutter Gottes, bitte für uns.
*
Dir singen wir, o Mutter Gottes,* dich preisen wir, dich verehren wir,* denn die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit hast du geboren,* deinen Sohn und deinen Gott;* und den Himmel hast du uns hier auf Erden geöffnet.* Heilige Mutter Gottes, bitte für uns.

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
11. - MÄRZ – In der Gegend von Limoges im Kloster Obazine, das Gedächtnis des heiligen Abtes Stephanus. - Zu Karthago die heiligen Blutzeugen Heraklíus und Zósimus. - In Alexandría das Leiden der heiligen Cándidus und Pipérion, sowie ihrer zwanzig Gefährten. - In der Gegend von Amiens der heilige Abt Firmínus. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

33. Kapitel Ob der Mönch Eigenbesitz haben darf

11. MÄRZ – Vor allem dieses Laster muss mit der Wurzel aus dem Kloster ausgerottet werden. Keiner nehme sich heraus, ohne Erlaubnis des Abtes etwas zu geben oder anzunehmen. Keiner habe etwas als Eigentum, überhaupt nichts, kein Buch, keine Schreibtafel, keinen Griffel - gar nichts. Den Brüdern ist es ja nicht einmal erlaubt, nach eigener Entscheidung über ihren Leib und ihren Willen zu verfügen. Alles Notwendige dürfen sie aber vom Vater des Klosters erwarten, doch ist es nicht gestattet, etwas zu haben, was der Abt nicht gegeben oder erlaubt hat. "Alles sei allen gemeinsam,” wie es in der Schrift heißt, damit keiner etwas als sein Eigentum bezeichnen oder beanspruchen kann. Stellt es sich heraus, dass einer an diesem sehr schlimmen Laster gefallen findet, werde er einmal und ein zweites Mal ermahnt. Wenn er sich nicht bessert, treffe ihn eine Strafe.


MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
11. MÄRZ – In der Gegend von Limoges im Kloster Obazine, das Gedächtnis des heiligen Abtes Stephanus. Er war der erste Abt von Obazine und Gründer zahlreicher weiterer Klöster. Mit Zustimmung der anderen Äbte, schloß er seine Kongregation unserem Orden an. Sein Leben zeichnete sich durch viele Tugenden und Wunder aus.

Zu Clairvaux der selige Mönch Julianus, der großes Wissen mit tiefer Frömmigkeit verband. Viele Wundertaten wurden ihm zugeschrieben.

Im Kloster San Pedro de Gumiel der selige Abt Mamertus. Er war ein leiblicher Bruder des hl. Dominikus. Sein Leben war eine beständige Buße und so ist er im Rufe der Heiligkeit verstorben. Später wurden seine Gebeine mit anderen Reliquien erhoben und in einem ihm geweihten Altar ehrenvoll beigesetzt.

KLEINES MENOLOGIUM
DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
11. MÄRZ – Gedächtnis des seligen Alram, Mönch von Niederalteich. Später war er Abt in Kremsmünster. Das Skriptorium von Kremsmünster erlangte unter seiner Regierung eine hohe Bedeutung. Der sel. Alram wird mit der Gründung von Melk in Verbindung gebracht. Auch die Abteien St. Lambrecht und Admont erfuhren durch ihn Förderung.
In Einsiedeln der selige Eberhard. Er war Dompropst in Straßburg. 934 ging er mit seinem Mitbruder Benno in den „Finstern Wald“ an die Stelle der früheren Zelle des hl. Meinrad. Mit den dort lebenden Einsiedlern gründete er ein Kloster und wurde dessen erster Abt.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - FEBRUAR - nach der Ordnung von 1963
11. MÄRZ – Dom. 4 Quadrag. - Mis. - sine Gl. - or. una – Tractus – Cr. - Praef. de Quadragesima - - Vesp. de Dom. - Com. S. GREGORII I., PAPAE O doctor -

11. - violett - Sonntag - 4. FASTENSONNTAG - in Laudes keine Com.- ( Konventmesse mit Tunika & Dalmatik ) in missa: 1 Oration - Tractus - Credo - Präf. de Quadragesima - Vesp. vom Sonntag – Com. HL. GREGOR I. PAPST & KIRCHENLEHR. O doctor -

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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