Mittwoch, 28. Februar 2018

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

01. MÄRZ
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

GEBETE ZUR FASTENZEIT

BUSSKANON DES HL. ANDREAS VON KRETA
24. Ich habe gesündigt,* den Tempel meines Leibes habe ich entweiht,* o barmherziger Gott.* Doch nimm mich Reuigen an* und erleuchte mich mit Deinem Licht,* damit ich für den Feind nicht zur Beute werde. 16 25. Aus mir selbst habe ich einen Götzen gemacht* und meiner Seele durch meine Begierlichkeit geschadet,* doch nimm mich Reuigen an* und führe mich zurück zu Deinem Licht,* damit ich für den Feind nicht zur Beute werde. 26. Auf Deine Stimme habe ich nicht gehört,* und Deine Gebote habe ich übertreten,* doch nimm mich Reuigen an* und locke mich mit Deinem Licht,* damit ich für den Feind nicht zur Beute werde. Heilige Maria von Ägypten,* bitte für uns. O selige Maria von Ägypten,* du hast von Gott die Gnade empfangen,* schon auf Erden am Leben der Engel teilzuhaben.* Du trittst für alle ein,* die dich verehren.* Demütig bitten wir dich,* befreie uns durch dein Gebet* aus Versuchung und Bedrängnis. Heilige Maria von Ägypten,* bitte für uns. Obwohl du in den Abgrund der Sünde gefallen warst,* o Maria von Ägypten,* bist du nicht ihre Beute geblieben.* Du hast dich erhoben,* und die höchsten Tugenden erreicht.* Heilig geworden, rufst du die Bewunderung der Engel hervor. Heiliger Andreas von Kreta,* bitte für uns. Heiliger Andreas von Kreta* und all ihr Heiligen des Himmels,* bittet für uns den Dreifaltigen Gott,* daß Er uns aufnimmt in Sein Reich. Ehre sei dem Vater und dem Sohn* und dem Heiligen Geist: Ich bekenne Dich und bete Dich an,* Gott in Drei Personen,* dessen Herrschaft eine* und dessen Thron nur einer ist,* und ich bringe Dir den dreifachen Lobpreis im Himmel dar. Jetzt und allezeit* und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
*
Als Jungfrau hast du geboren* und bist doch Jungfrau geblieben, Mutter Gottes;* denn Er, der aus dir geboren wurde,* erneuert die Gesetze der Natur.* Denn Gott kann alles vollbringen,* was Er will.* Heilige Mutter Gottes, bitte für uns.

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
01. MÄRZ – Zu Rom zweihundertsechzig heilige Blutzeugen, die Cláudius um des Namens Christi willen verurteilte. Zuerst mußten sie vor dem Salarischen Tor in einer Sandgrube arbeiten, dann wurden sie im Amphitheater von Soldaten durch Pfeile getötet. - Am selben Tage der Heimgang der heilige Donátus, der unter dem Heerführer Ursacio und dem Tribun Marcellino zu Karthago gelitten hat. - Zu Marseille in Frankreich die heiligen Martyrer Hermes und Hadriánus. - Ferner das Leiden des heiligen Martyrers Leo. - Zu Angers in Frankreich der heilige Bischof und Bekenner Albínus. Er war ein Mann von strahlend heller Tugend und Heiligkeit. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

24. Kapitel Die Ausschließung bei leichten Verfehlungen

01. MÄRZ – Nach der Schwere der Schuld muss sich das Maß von Ausschließung und Bestrafung richten. Es liegt beim Abt, die Schwere der Schuld zu beurteilen. Wenn nun bei einem Bruder eine leichte Schuld festgestellt wird, werde er von der Teilnahme an der Mahlzeit ausgeschlossen. Für den, der von der Tischgemeinschaft ausgeschlossen ist, gilt folgendes Verfahren: Im Oratorium darf er weder einen Psalm noch eine Antiphon vorsingen und keine Lesung vortragen, bis die Buße geleistet ist. Sein Essen erhalte er für sich allein nach der Mahlzeit der Brüder; wenn die Brüder zum Beispiel zur sechsten Stunde essen, dann jener Bruder zur neunten; wenn die Brüder zur neunten Stunde essen, dann jener am Abend; dies gilt solange bis er durch angemessene Buße Verzeihung erlangt hat.


MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
01. MÄRZ – Gedächtnis des seligen Almarich, Abt von Chalis. 1154 wurde er Bischof von Senlis. Beide Ämter führten ihn zu großer Heiligkeit.

Seliges Andenken an den seligen Hugo, Mönch von Clairvaux und Schüler unseres hl. Vaters Bernhard.

Gleichzeitig Gedenken an den seligen Simplizius, Mönch in Bonnevaux. Er war Schüler des seligen Hugo.

Kirchweihe der Frauenabtei St. Jakob in Vitriaco.

KLEINES MENOLOGIUM
DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
01. MÄRZ – Gedächtnis des seligen Gerwin, ursprünglich Kanoniker in Reims. Später wurde er Mönch im Kloster St-Vanne. 1045 wurde der Selige durch den König zum Abt von Centula ( St-Riquier ) eingesetzt. Er übernahm das Amt erst, nachdem das Mönchskapitel die Berufung durch reguläre Wahl bestätigt hatte. Durch ihn gelangte die Abtei zu hoher geistlicher und wirtschaftlicher Blüte.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - FEBRUAR - nach der Ordnung von 1963
01. MÄRZ - Fer. 5 – De ea - OFFIZIUM MENSE - Vigil. 3 lect. - RR. 10, 11, 12 de Dom. II Quadrag. Dum iret Jakob..., Apparuit..., Pater, peccavi...- Laud. Com. B.M.V.- Mis. fer. 5 p. Dom. II Quadrag. - sine Gl. - or. 2 pro off. mense Praesta nec Tractus – Praef. de Quadragesima - Oratio super populum - Vesp. fer. - Com. B.M.V.-

01. - violett - Donnerstag - Fer. V - de ea ( Ferialtag ) - OFFIZIUM MENSE - in Vigil: 3 lect. - Responsorien 10, 11, 12 vom 2. FASTENSONNTAG Dum iret Jakob..., Apparuit..., Pater, peccavi...- in Laudes Com. B.M.V.- in missa: Donnerstag n. 2. FASTENSONNTAG - 2. Oration Praesta…für OFFIZIUM MENSE – nec Tractus - Präf. de Quadragesima - Oratio super populum - Vesp. vom Tag - Com. B.M.V.-

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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