Dienstag, 27. Februar 2018

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

28. FEBRUAR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

GEBETE ZUR FASTENZEIT

BUSSKANON DES HL. ANDREAS VON KRETA
Du hast keine Ausdauer bewiesen,* weder im Wollen noch im Vollbringen. 15 14. Ijob, der einst auf einem Thron saß,* sitzt nun auf einem Misthaufen.* Einst führte er ein großes Haus* und war Vater vieler Söhne,* jetzt ist er ohne Kinder und obdachlos.* Als Palast hat er den Mist und als Perlen seine Geschwüre. 15. Noch unlängst wurde der gerechte Ijob* mit den Zeichen des Königtums bekleidet* und trug Purpur und Krone.* Er war im Besitz großer Güter* und unzählbarer Herden.* Doch plötzlich stürzte er ins Elend* und wurde all seiner Herrlichkeit und Macht beraubt. 16. Als gerechter und tadelloser Mann* ist Ijob noch in seinem Unglück treu geblieben.* Was wird aber mit dir sein,* wenn das Unglück über dich hereinbricht,* daß du jetzt schon ein Spielball der Feinde bist. 17. Mein Leib ist befleckt,* mein Geist verfinstert.* Ich bin ganz mit Geschwüren bedeckt.* Doch Du, Christus, bist mein Arzt* und heilst mich.* Wasche mich im Bad der Reue,* und ich werde weißer als Schnee. 18. Für das Heil der ganzen Welt* hast Du, o Wort Gottes,* am Kreuz Deinen Leib und Dein Blut dargebracht:* Deinen Leib, um mich neu zu erschaffen,* Dein Blut, um mich rein zu waschen.* Deinen Geist hast Du aufgegeben,* um mich zum Vater heimzuführen. 19. Inmitten der Welt hast Du das Heil bewirkt.* Um uns zu retten, o Schöpfer,* wolltest Du an den Baum genagelt werden.* So wurde uns der Garten Eden wieder geöffnet.* Himmel und Erde,* die ganze Schöpfung und die Scharen der Völker,* die Du erlöst hast, beten Dich an. 20. Blut und Wasser,* die aus Deiner Seite hervorströmen,* sind für mich das Bad der Taufe* und der erlösende Trank.* Dein Blut wäscht mein Herz rein.* Dein Leib stillt meinen Hunger.* Und Dein lebenspendendes Wort* ist mir eine heilige Salbung. 21. Noch bin ich außerhalb Deines Hochzeitssaales.* Ich bin nicht würdig, an der Hochzeit des Lammes teilzunehmen.* Meine Lampe ist erlöscht,* weil mir das Öl der wahren Liebe fehlt.* Die Tore sind verschlossen,* und ich stehe draußen mit gefesselten Händen und Füßen. 22. Die Kirche besitzt einen Kelch, O Retter:* Deine durchbohrte Seite,* woraus uns die zweifache Quelle der Vergebung* und der Weisheit entspringt. 23. Noch ist mein Herz voll Eitelkeit.* O barmherziger Herr,* verurteile mich aber nicht mit dem Pharisäer,* sondern schenke mir die Demut des Zöllners.* Und wie ihn, Du gerechter und gütiger Meister,* rechtfertige auch mich.

O Mutter Gottes,* du hast in der Zeit den Sohn geboren,* der vom Vater gezeugt ist* vor aller Zeit.* Du ernährtest die Frucht deines Leibes* und bliebst doch Jungfrau:* Welch unvergleichliches Wunder.* Heilige Mutter Gottes, bitte für uns.

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
28. FEBRUAR – Zu Rom der Heimgang der heiligen Martyrer Makárius, Rufínus, Justus und Theóphilus. - Im Gebiet von Lyon im Jura das Hinscheiden des heiligen Abtes Románus. Er führte dort als erster das Einsiedlerleben und war durch viele Tugenden und Wunder berühmt. Später wurde er Vater zahlreicher Mönche. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

23. Kapitel Das Vorgehen bei Verfehlungen

28. FEBRUAR – Es kommt vor, dass ein Bruder trotzig oder ungehorsam oder hochmütig ist oder dass er murrt und in einer Sache gegen die Heilige Regel und die Weisungen seiner Vorgesetzten handelt. Wenn er sich so als Verächter erweist, werde er nach der Weisung unseres Herrn einmal und ein zweites Mal im geheimen von seinen Vorgesetzten ermahnt. Wenn er sich nicht bessert, werde er öffentlich vor allen zurechtgewiesen. Wenn er sich aber auch so nicht bessert, treffe ihn die Ausschließung, falls er einsehen kann, was die Strafe bedeutet. Wenn er es aber nicht versteht, eine körperliche Strafe.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
28. FEBRUAR – Das Gedächtnis an die selige Äbtissin Violantia de Sousa von Castre. Trotz vieler Krankheit und dem Kreuz der Blindheit, war sie von außerordentlicher Bußstrenge.

Zu Clairvaux der gottselige Mönch Herbert, ein Spanier. Später wurde er Abt von Mores, schließlich Erzbischof von Sassari auf Sardinien.

Im Kloster Nazareth die selige Priorin Beatrix. Sie war zuerst Nonne im Kloster Bloemendaal. Von dort wechselte sie in das Kloster Magdendaal. Ihr Vater gründete das Kloster Nazareth, dort wurde sie 1236 Priorin. Ihr mystisch begnadetes Leben fand Niederschlag in einer Beschreibung ihres Lebens. Um 1250 schrieb sie die bis heute erhaltene Schrift,Von den sieben Weisen der Liebe ( Seven Manieren van Minne ). Sie war eine Freundin der seligen Ida von Nivelles und gehört mit den anderen Cistercienserinnen, St. Gertrud die Große und St. Mechthild von Hackeborn, zu den Begründerinnen der Herz-Jesu-Verehrung.
KLEINES MENOLOGIUM
DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
28. FEBRUAR – In England der heilige Oswald. Ursprünglich Kanonikus im Kathedralkapitel von Winchester. Später zog er nach Frankreich und wurde Mönch in Fleury (Saint-Benoit-sur-Loire). 960 wurde der hl. Oswald Bischof von Worchester und 972 zusätzlich Erzbischof von York. Mit anderen Bischöfen führte er eine durchgreifende Klosterreform durch.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - FEBRUAR - nach der Ordnung von 1963
28. - Viol. - Fer. 3 – De ea - Vigil. 3 lect. - RR. 7, 8, 9 de Dom. II Quadrag. Oravit Jacob..., Dixit Angelus..., Vidi Dominum...- Laud. Com. B.M.V.- Mis. fer. 4 p. Dom. II Quadrag. - sine Gl. - or. una - Tractus – Praef. de Quadragesima - Oratio super populum - Vesp. fer. - Com. B.M.V.-

28. - violett - Mittwoch - Fer. IV - de ea ( Ferialtag ) - in Vigil: 3 lect. - Responsorien 7, 8, 9 vom 2. FASTENSONNTAG Oravit Jacob..., Dixit Angelus..., Vidi Dominum...- in Laudes: Com. B.M.V.- in missa: Messe vom Mittwoch nach dem 2. FASTENSONNTAG - kein Gloria - 1 Oration - Tractus - Präf. de Quadragesima - Oratio super populum - Vesp. vom Tag - Com. B.M.V.-
HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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