Montag, 26. Februar 2018

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

27. FEBRUAR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

GEBETE ZUR FASTENZEIT

BUSSKANON DES HL. ANDREAS VON KRETA
10. Jakob hat zwölf Söhne gezeugt.* Diese zwölf Patriarchen gleichen einer mystischen Leiter,* und sie stellen den Fortschritt in der Weisheit dar. 11. Wie Esau wurdest du in deinen Gedanken* und auch in deinem Handeln betrogen;* du hast dein Erstgeburtsrecht, deine erste Schönheit,* dem verkauft, der dich verdrängen will.* Und so bist du des väterlichen Segens verlustig geworden.* Kehre um, und er wird dir wiedergegeben. 12. Esau brannte von Maßlosigkeit.* Wegen der Heftigkeit seiner Leidenschaft* bekam er den Zunamen Edom,* das bedeutet: „der Rote“* - rot wie die Glut seiner Seele* im Eifer der Begierde. 13. Du hast gehört,* daß Ijob auf seinem Misthaufen durch seine Standhaftigkeit gerechtfertigt wurde*. Du bist aber seinem Beispiel nicht gefolgt.* Du hast keine Ausdauer bewiesen,* weder im Wollen noch im Vollbringen. 14. Ijob, der einst auf einem Thron saß,* sitzt nun auf einem Misthaufen.* Einst führte er ein großes Haus* und war Vater vieler Söhne,* jetzt ist er ohne Kinder und obdachlos.* Als Palast hat er den Mist und als Perlen seine Geschwüre.

O Mutter Gottes,* du hast in der Zeit den Sohn geboren,* der vom Vater gezeugt ist* vor aller Zeit.* Du ernährtest die Frucht deines Leibes* und bliebst doch Jungfrau:* Welch unvergleichliches Wunder.* Heilige Mutter Gottes, bitte für uns.

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
27. FEBRUAR – Zu Rom der Heimgang der heiligen Martyrer Alexánde,r Abúndius, Antígonus und Fortunátus. - In Alexandría das Leiden des heiligen Martyrers Juliánus. Er war so von der Gicht gelähmt, daß er weder gehen noch stehen konnte. Zusammen mit seinem Diener Euno wurde er vor den Richter gebracht, da wurden sie auf Kamele gebunden und in der ganzen Stadt herumgeführt und ständig vor den Augen des Volkes gegeißelt, bis sie starben. - In Spanien in der Stadt Sevílla, der Heimgang des heiligen Bischofs und Bekenners Leánder. Durch seine Predigt und sein eifriges Wirken bekehrte er mit Hilfe des Königs Rékkared das Volk der Westgoten vom arianischen Irrtum. - Zu Lyon der heilige Báldomer, ein Mann Gottes. Sein Grab wird durch häufige Wunder verherrlicht. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

22. Kapitel Die Nachtruhe der Mönche

27. FEBRUAR – Jeder soll zum Schlafen ein eigenes Bett haben. Das Bettzeug erhalten die Brüder, wie es der Lebensweise von Mönchen entspricht und wie der Abt es ihnen zuteilt. Alle schlafen - wenn möglich - in einem Raum; lässt die große Zahl es aber nicht zu, ruhen sie zu zehn oder zwanzig mit den Älteren, die für sie verantwortlich sind. In brennt ständig eine Lampe bis zum Morgen. Die Brüder schlafen angekleidet und umgürtet mit einem Gürtel oder Strick. Ihre Messer haben sie während des Schlafes nicht an der Seite, damit sie sich nicht etwa im Schlaf verletzen. So seien die Mönche stets bereit: Auf das Zeichen hin sollen sie ohne Zögern aufstehen und sich beeilen, einander zum Gottesdienst zuvorzukommen, jedoch mit allem Ernst und mit Bescheidenheit. Die Jüngeren Brüder haben ihre Betten nicht nebeneinander, sondern zwischen denen der Älteren. Wenn sie zum Gottesdienst aufstehen, sollen sie sich gegenseitig behutsam ermuntern, damit die Schläfrigen keine Ausrede haben.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
27. FEBRUAR – Gedächtnis an den seligen Bischof Emmanuel von Cremona. Er war Lektor an der Universität zu Paris. Kurz vor seinem Tod machte er Profeß in St. Bernhard in Adwert, dort starb er im Rufe der Heiligkeit.

In Citeaux der selige Prior Robert. Er fand seine Ruhestätte bei den „Beati et venerabiles Patres“ vor dem Marienaltar des Kreuzganges.

Gedächtnis an die Austreibung der Mönche und die Aufhebung der Abtei Neuzelle durch die Preußen. Dieses Kloster hatte sich als einsame katholische Insel durch die Wirren der Zeiten tapfer durchgebracht. Selbst die Säkularisation hat Neuzelle durch die Großzügigkeit des Landesherrn der Lausitz als einziges monastisches Kloster im ehemaligen Altreich überdauert. - Es sei auch des letzten Abtes gedacht: Dom Optatus Paul, 1803–1817. Er war der 43. Abt dieses Klosters ( womöglich doch nicht der letzte Abt !! ), gestorben am 14. Nov. 1819 in Neuzelle. Beigesetzt wurde er am 17. November 1819 in der Äbtegruft.

Es soll auch an dieser Stelle dem geisterfüllten Bischof von Görlitz und des hochherzigen Stiftes Heiligenkreuz ein herzliches Vergelt´s Gott gesagt sein. Ist es letztlich ein Dank des Herrn und seiner heiligen Mutter, der Königin von Cisteaux an die treuen verewigten Mönche von Neuzelle, unter denen es auch selige Martyrer gibt, die in der Hussitenzeit ihr Leben für unseren Herrn geopfert haben?
KLEINES MENOLOGIUM
DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
27. FEBRUAR – Gedenken an den seligen Abt Markward von Prüm, Berater von Kaiser Ludwig dem Frommen.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - FEBRUAR - nach der Ordnung von 1963
27. - Viol. - Fer. 3 – De ea - Vigil. 3 lect. - RR. 4, 5, 6 de Dom. II Quadrag. Dum exiret..., Si Dominus..., Erit mihi... - Laud. Com. B.M.V.- Mis. fer. 3 p. Dom. II Quadrag. - sine Gl. - or. una - nec Tractus – Praef. de Quadragesima - Oratio super populum - Vesp. fer. - Com. B.M.V.-

27. - violett – Dienstag - Fer. III - de ea ( Ferialtag ) - in Vigil: 3 lect. - Responsorien 4, 5, 6 vom 2. FASTENSONNTAG Dum exiret..., Si Dominus..., Erit mihi...- in Laudes: Com. B.M.V.- in missa: Messe vom Dienstag nach dem 2. FASTENSONNTAG - kein Gloria - 1 Oration - kein Tractus - Präf. de Quadragesima - Oratio super populum - Vesp. vom Tag - Com. B.M.V.-

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE

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