Dienstag, 20. Februar 2018

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

21. FEBRUAR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

GEBETE ZUR FASTENZEIT
BUSSKANON DES HL. ANDREAS VON KRETA

13. O mein Retter,* an der Schwelle Deines Hauses harre ich,* daß Du mir entgegenkommst.* Am Ende meiner Tage verwirf mich nicht.* In Deiner Güte gewähre mir* jetzt schon die Vergebung all meiner Sünden,* Du Freund der Menschen. 14. So wie jener, der auf dem Weg nach Jericho unter die Räuber fiel,* bin ich unter die Schläge meiner Gedanken gefallen.* Durch sie wurde ich misshandelt.* Voller Wunden bin ich.* Du aber, Christus, mein Erlöser, komm und rette mich. 15. Der Priester wandte sich bei meinem Anblick ab,* und der Levit, der mich in meinem Elend sah,* ging an mir vorbei.* Jesus, Du wurdest von der Jungfrau Maria geboren, um uns zu retten.* Bleibe Du stehen und hab Erbarmen mit mir. 16. Lamm Gottes, das die Sünden aller trägt,* erleichtere meine Last,* befreie mich von meinen Verfehlungen,* und in Deiner Milde gewähre mir* die Vergebung meiner Sünden. 17. Die Zeit der Buße ist gekommen,* und ich eile zu Dir, mein Schöpfer.* Befreie mich von der bedrückenden Last meiner Sünden,* und in Deinem Erbarmen gewähre mir die Tränen der Reue.
O Mutter Gottes,* du Hoffnung und Schutzschild für alle,* die dich besingen,* nimm die Last meiner Sünden von mir.* O reine Jungfrau, nimm mich Reuigen an.* Heilige Mutter Gottes, bitte für uns.

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
21. FEBRUAR – Auf Sizilien der Heimgang von neunundsiebzig heiligen Martyrern. Sie empfingen unter Dioklétian nach mannigfachen Folterungen für ihr Bekenntnis die Krone, die ihnen Christus bereitet hat. - Zu Adrumétum in Afrika die heiligen Vérulus, Secundínus und Sérvulus, sowie weitere zwanzig Martyrer. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

18. Kapitel Die Ordnung der Psalmen

21. FEBRUAR – Als erstes wird der Vers gesungen "O Gott komm mir zu Hilfe"; Herr, eile mir zu helfen."-"Ehre sei dem Vater". Dann folgt der Hymnus der Gebetszeit. Zur Prim am Sonntag singt man vier Abschnitte des Psalms 118. In den folgenden Gebetszeiten Terz, Sext, Non werden je drei Abschnitte dieses Psalmes 118 gesungen. Zur Prim am Montag singt man drei Psalmen, nämlich Psalm 1, Psalm 2, Psalm 6. Auch zur Prim an den folgenden Tagen bis zum Sonntag werden der Reihe nach je drei Psalmen gesungen bis zum Psalm 19; dabei werden jedoch Psalm 9 und Psalm 17 geteilt. So können die Vigilien des Sonntags immer mit Psalm 20 einsetzen.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
21. FEBRUAR – In Clairvaux der selige Abt Petrus Monoculus. Er gehörte zur Familie der Könige von Frankreich. Zuerst war er Mönch in Foigny. Dann wurde er Abt von Valroi, später Abt in Igny. Schließlich trat er in die Nachfolge des hl. Bernhard in Clairvaux. Klein und nicht ansehnlich von Gestalt, schwerfällig im Ausdruck, hätte man ihn unterschätzen können. Aber geistliche und weltliche Fürsten, selbst der Papst schätzten seinen Rat und betrauten ihn mit schwierigen Aufgaben. Er dachte von sich gering, deshalb wurde er mit der Wundergabe begnadet. Immer war er hart gegen sich selbst, aber milde gegen andere.
KLEINES MENOLOGIUM
DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
21. FEBRUAR – Zu Corvey im alten Sachsen Gedächtnis des seligen Abtes Ludolph.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - FEBRUAR -
nach der Ordnung von 1963
21. - Viol. - Fer. 4 – QUAT. TEMP. - De ea – Vigil. 3 lect. - RR. 7, 8, 9 Dom. I Quadrag. Tribularer..., Scapulis suis..., Angelis suis...- Mis. propr. - sine Gl. – or. una – Proph. a juniore - Tractus – Praef. de Quadragesima - Oratio super populum - Vesp. de seq. - or. S. PAULI - Com. fer. Sicut fuit...& B.M.V.-

21. - violett – Mittwoch – Fer. IV - de ea - QUATEMBERTAG - in Vigil: 3 lect. - Responsorien 7, 8, 9 vom 1. FASTENSONNTAG Tribularer..., Scapulis suis..., Angelis suis...- in Laudes Com. B.M.V.- in missa: eig. Meßformular - kein Gloria - 1 Oration - die Prophetie kann von einem Jüngeren ( a juniore ) gelesen werden - Tractus - Präf. de Quadragesima – Oratio super populum - Vesp. vom folg. Tag - Oration des HL. PAULUS - Com. des Wochentages Sicut fuit...& B.M.V.-


N.B. Die Oration für den Hl. Paulus wird in Vesp., Laud. & 


Missa unter einer Conclusion an die Tagesoration 


angeschlossen. Antiphon und Versikel entfallen.

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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