Samstag, 17. Februar 2018

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

18. FEBRUAR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

GEBETE ZUR FASTENZEIT

Der Heilige Isaak, der Syrer
ÜBER DIE BUSSE
„Wer schätzt dich nicht, du Buße, außer dem Teufel, weil du ihn dauernd bekämpfst. Keinem Menschen, der dem Bösen zum Opfer fiel, bist du nicht zur Hilfe geeilt. Keinen Menschen, den der Teufel verschlang, und der nach dir schrie, hast du im Stich gelassen. Den Bauch des Satans hast du aufgeschlitzt, um ihn zu befreien. Der dich erbat, während er zwischen den Zähnen des Teufels war, hast du dem Widersacher die Zähne zerschlagen, um den Zerknirschten zu erretten. Du eilst  jedem zur Hilfe, den der Böse gefangen hielt, obwohl er sich von dir fernhielt, um ihn loszueisen. Keiner nahm dich als einen Verbündeten im Kampf, du teure Buße, ohne dass du ihm seine Feinde zu Füßen gelegt hast“.

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
18. FEBRUAR – Zu Jerusalem der Heimgang des heiligen Bischofs und Martyrers Símeon. Nach der Überlieferung war er der Sohn des Kléophas und der Abstammung nach ein Verwandter des Heilands. Er wurde nach Jakobus, dem Bruder des Herrn, zum Bischof von Jerusalem bestellt und starb in der Trajanischen Verfolgung nach vielen Mißhandlungen den Martertod. Die Umstehenden, selbst der Richter, staunten, wie mutig der hundertzwanzigjährige Greis die Kreuzigung auf sich nahm. - In Ostia die heiligen Martyrer Máximus, Cláudius und dessen Gemahlin Praepedígna, sowie ihre zwei Kinder. Obschon sie aus einem vornehmen Geschlechte stammten, wurden sie auf Dioklétians Befehl festgenommen und in die Verbannung gejagt. Zuletzt wurden sie verbrannt und brachten so Gott sich selbst als wohlgefälliges Opfer dar. - In Afrika die heiligen Martyrer Rútulus, Silvánus und Máximus.- Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

15. Kapitel Die Zeiten für das Alleluja

18. FEBRUAR – Vom heiligen Osterfest bis Pfingsten wird immer wieder das Alleluja gesungen, zu den Psalmen wie auch zu den Responsorien. Von Pfingsten bis zum Beginn der Fastenzeit singt man es jede Nacht, aber nur zu den letzten sechs Psalmen der Vigil. An allen Sonntagen außerhalb der Fastenzeit werden die Cantica, die Laudes, Prim, Terz, Sext und Non mit Alleluja gesungen, die Vesper aber mit Antiphonen. Die Responsorien werden nie mit Alleluja gesungen, außer in der Zeit vom Osterfest bis Pfingsten.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
18. FEBRUAR – Heute wurden im Jahre 1195 Priester, Ritter und Brüder des Ordens von Calatrava um Christi willen durch Mauren ermordet.

Zu Clairvaux das Andenken an den hl. Mönch Silvanus. Er lebte zu Zeiten des hl. Vaters Bernhard.

KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
18. FEBRUAR – Andenken an den seligen Hildebert, vierter Abt von St-Wandrille, verewigt um 700.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - FEBRUAR -
nach der Ordnung von 1963


DER FRÜHLINGSTEIL - PARS VERNALIS

N.B. Im Kapitel wird cap. 49 aus der hl. Regel gelesen De oberserv. Quadrag., diesem wird der letzte Teil von cap. 48 angefügt In Quadrag. vero diebus… Auf einem Wink des Abtes werden die Fastenbücher ausgeteilt. - Nach der Komplet werden die Kreuze verhüllt.

An den Sonntagen der Fastenzeit tragen die Leviten keine Tunika und Dalmatik.

DIE FASTENZEIT NACH DER HL. REGEL
Kapitel 49 - Die Fastenzeit

Der Mönch soll zwar immer ein Leben führen wie in der Fastenzeit. Dazu aber haben nur wenige die Kraft. Deshalb raten wir, dass wir wenigstens in diesen Tagen der Fastenzeit in aller Lauterkeit auf unser Leben achten und gemeinsam in diesen heiligen Tagen die früheren Nachlässigkeiten tilgen. Das geschieht dann in rechter Weise, wenn wir uns von allen Fehlern hüten und uns um das Gebet unter Tränen, um die Lesung, die Reue des Herzens und um Verzicht mühen. Gehen wir also in diesen Tagen über die gewohnte Pflicht unseres Dienstes hinaus durch besonderes Gebet und durch Verzicht beim Essen und Trinken. So möge jeder über das ihm zugewiesene Mass hinaus aus eigenem Willen in der Freude des Heiligen Geistes Gott etwas darbringen; er entziehe seinem Leib etwas an Speise, Trank und Schlaf und verzichte auf Geschwätz und Albernheiten. Mit geistlicher Sehnsucht und Freude erwarte er das heilige Osterfest. Was aber der Einzelne als Opfer bringen will, unterbreite er seinem Abt. Es geschehe mit seinem Gebet und seiner Einwilligung; denn was ohne Erlaubnis des geistlichen Vaters geschieht, wird einmal als Anmaßung und eitle Ehrsucht gelten und nicht belohnt. Also werde alles mit Einwilligung des Abtes getan.
Aus dem 48 Kapitel
In den Tagen der Fastenzeit erhält jeder einen Band der Heiligen Schrift, den er von Anfang bis Ende ganz zu lesen hat. Diese Bände werden zu Beginn der Fastenzeit ausgegeben.


Nihil fit hoc anno de S. Simione

18. - Viol. - DOM. I in QUADRAGESIMA - Mis. sine Gl. – or. una – Tractus – Cr. - Praef. de Quadragesima - Vesp. de Dom. - sine Com. -

18. - violett - Dominica - 1. FASTENSONNTAG - in Laudes keine Com.- in missa: 1 Oration - Tractus - Credo - Präf. de Quadragesima - Vesp. vom Sonntag - keine Com.-

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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