Montag, 8. Januar 2018

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

09. JANUAR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
09. JANUAR - In Antiochia unter Dioklétian und Maximian der Heimgang des heiligen Martyrer Julianus und der Jungfrau Basilissa, seiner Gemahlin. In ihrem Leidensbericht kann man lesen, beide gewährten während der grimmigen Verfolgung einer großen Anzahl von Priestern und Dienern der Kirche Zuflucht. Man verbrannt sie. Nach ihnen erlitten den Martertod der Priester Antónius, ferner Anastásius, Celsus ein Knabe mit seiner Mutter und viele andere. - In Afrika die heiligen Martyrer Revolutus, Firminianus und drei weitere. - In Mauritánien die heiligen Martyrer Vitalis, Revocatus und der Diakon Fortunatus.- Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Märtyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS


1. Kapitel - Die Arten der Mönche
- Fortsetzung -
09. JANUAR – Die dritte Art sind die Sarabaiten, eine ganz widerwärtige Art von Mönchen. Weder durch eine Regel noch in der Schule der Erfahrung wie Gold im Schmelzofen erprobt, sind sie weich wie Blei. In ihren Werken halten sie der Welt immer noch die Treue. Man sieht, dass sie durch ihre Tonsur Gott belügen. Zu zweit oder zu dritt oder auch einzeln, ohne Hirten, sind sie nicht in den Hürden des Herrn, sondern in ihren eigenen eingeschlossen: Gesetz ist ihnen, was ihnen behagt und wonach sie verlangen. Was sie meinen und wünschen, das nennen sie heilig, was sie nicht wollen, das halten sie für unerlaubt. Die vierte Art der Mönche sind die sogenannten Gyrovagen. Ihr Leben lang ziehen sie landauf landab und lassen sich für drei oder vier Tage in verschiedenen Klöstern beherbergen. Immer unterwegs, nie beständig, sind sie Sklaven der Launen ihres Eigenwillens und der Gelüste ihres Gaumens. In allem sind sie noch schlimmer als die Sarabaiten. Besser ist es, über den erbärmlichen Lebenswandel all´ dieser zu schweigen als zu reden. Lassen wir sie also beiseite, und gehen wir mit Gottes Hilfe daran, der stärksten Art, den Koinobiten, eine Ordnung zu geben.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
09. JANUAR Das Gedächtnis an den seligen Petrus, Mönch von Cadouin. Mit großem Eifer ergab er sich dem monastischen Leben.

Zu Himmerod der ehrwürdige Mönch Salomon. Er hatte viele Versuchungen durch den Urfeind zu bestehen. Aber in der Kraft Gottes hat er ihn immer überwunden. ( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
09. JANUAR – In England der selige Heinrich de Blois. Er wurde Mönch in Cluny zu Zeiten des hl. Petrus Venerabilis. Um 1125 wurde er Abt im Glastonbury und 1129 Bischof von Winchester, blieb aber auch weiterhin Abt von Glastonbury. Am 8. August 1171 rief Christus seinen treuen Diener zu sich.
Gedenken an die selige Adilheidis. In der Welt eine Gräfin, im Kloster Zwiefalten eine demütige Nonne.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. JANUAR  
nach der Ordnung von 1963
09. - Alb. - Fer. 3 - De ea - Vigil Invit. & Hymn. de Epiph. - Vigil – 3 lect. ( tertia die ) Et ego, cum…etc. - RR. Stella, quam…, Hic est…, Tria sunt…- In Officio omnia sicut in Oct. - Ant. de feria - Laud. Com. B.M.V ( Versikel: Post partum...) - Mis. de fest. - Gl. - or. una - Praef. de Epiph. – Vesp. fer. – Com. B.M.V -


09. - weiß - Dienstag – Fer. III - de ea ( Ferialtag ) - Im Offizium alles wie im ehem. Oktavoffizium, nur die Antiphonen sind vom Ferialtag per annum - in Vigil: 3 lect. Et ego, cum…aus dem alten Oktavoffizium ( Tertia die ) & Responsoria Stella, quam…, Hic est…, Tria sunt.- in Laudes Com. B.M.V ( Versikel: Post partum...) - in missa: Formular der Festmesse - Gloria - 1 Oration - Präf. von Epiphanie - Vesp. vom Tag - Com. des HL. PAULUS, EREMIT Iste cognovit...& B.M.V -

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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