Samstag, 6. Januar 2018

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

07. JANUAR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
07. JANUAR - Die Rückkehr des Knaben Jesus aus Ägypten. - Der Heimgang des heiligen Lucianus, Priester der Kirche von Antiochia und Martyrer. Er war hochangesehen wegen seines Wissens und seiner Beredsamkeit. Um des Bekenntnisses Christi willen erlitt er den Tod in Nikomedien während der Verfolgung des Maximiánus und wurde zu Helenópolis in Bithynien beigesetzt. - Zu Antiochia der heilige Diakon Clerus. Er wurde für sein ruhmvolles Bekenntnis siebenmal gefoltert und lange in Kerkerhaft gehalten. Zuletzt wurde er enthauptet und vollendete so sein Martyrium. - In der Stadt Herakléa die heiligen Blutzeugen Felix und Januárius.- Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Märtyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS


Prolog der heiligen Regel – Fortsetzung -
07. JANUAR – Wir wollen also eine Schule für den Dienst des Herrn einrichten. Bei dieser Gründung hoffen wir, nichts Hartes und nichts Schweres festzulegen. Sollte es jedoch aus wohlüberlegtem Grund etwas strenger zugehen, um Fehler zu bessern und die Liebe zu bewahren, dann lass dich nicht sofort von Angst verwirren und fliehe nicht vom Weg des Heils; er kann am Anfang nicht anders sein als eng. Wer aber im klösterlichen Leben fortschreitet, dem wird das Herz weit, und er läuft in unsagbarem Glück der Liebe den Weg der Gebote Gottes. Darum wollen wir uns seiner Unterweisung niemals entziehen und in seiner Lehre im Kloster ausharren bis zum Tod. Wenn wir so in Geduld an den Leiden Christi Anteil haben, dann dürfen wir auch mit ihm sein Reich erben. Amen.
Schließt der Prolog.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
07. JANUARDer selige Vitalis de Mortain war Inhaber wohldotierter Pfründen. Um Christi willen entsagte er den zeitlichen Gütern und wurde Mönch in Savigny. Als er Abt geworden war, hatten die Armen in ihm einen unermüdlichen Sachwalter. Den Großen dieser Welt aber war er ein unbestechlicher Sittenrichter.

In Clairvaux der selige Prior Gaufridus de Perona. Er gehörte zu dreißig vornehmen und gebildeten Männer, die der hl. Bernhard in Flandern für das Mönchsleben in Clairvaux gewann.

In Schwaben das Hinscheiden des gottseligen Mönches Johannes Eichhorn vom Kloster Schöntal. Eine reine Seele, die frühvollendet im Herrn entschlief. ( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)
KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
07. JANUAR – In Regensburg der selige Gaubald, Abt in St. Emmeram. 739 weihte der hl. Bonifatius ihn zum ersten Bischof der neu gebildeten Diözese.
Gedenken an den gottseligen Ludwig Blosius ( Blois ). Im Alter von 15 Jahren trat er in das Klosters Liessies ein. 1530 wurde er zum Priester geweiht und zum 34. Abt des Klosters gewählt. Er verfaßte Konstitutionen für sein Kloster, die zum Vorbild für die umliegenden Abteien wurden. Auch ist Ludwig Blosius als aszetischer und mystischer Schriftsteller bekannt.
In Nothumbrien der selige Cedd. Zu Zeiten des hl. Aidan wurde er Mönch in Lindisfarne. 653 wurde er mit anderen nach Mercien und zu den Ost - Angelsachsen gesandt, um dort den Glauben zu predigen. In  Essex wurde er zum Bischof geweiht und errichtete Kirchen und Klöster. Anläßlich eines Besuches in der Heimat, gründete er das Kloster Lastingham und wurde dessen Abt. 664 empfing er den gerechten Lohn für seine Mühen.
Gedächtnis des seligen Hadebrand, Abt in Feldwerd, dem Alten Kloster im heutigen Ort Delfzijl. 

LITURGISCHER KALENDER O. Cist. JANUAR  
nach der Ordnung von 1963
07. - Alb. - Dom. I post Epiph. - Vigil Invit. & Hymn. de Epiph. - in I & II Noct. Ant. & Ps. de Dom. - Vers. de Epiph.- in III. Noct. Cant. Populus... etc sicut in Breviario – Laud. Psalm. de dom. - sine Com. -Mis. Gl. - or. una - Cr. - Praef. de Epiphania – Vesp. de dom. – sine Com. -

07. - weiß - Dominica - 1. SONNTAG NACH EPIPHANIE - in der Vigil Invit. & Hymn. von Epiph. - in I & II Noct. Ant. & Ps. vom Sonntag - Versikel von Epiph.- in III. Noct. Cant. Populus... und das übrige, wie im Brevier - in Laudes: Psalmen vom Sonntag - keine Com. - in missa: Gloria - 1 Oration - Credo - Präf. von Epiphanie - Vesp. vom Sonntag - keine Com

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE

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