Freitag, 26. Januar 2018

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

27. JANUAR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
27. JANUAR - Der heilige Johannes, Bischof von Konstantinopel, mit dem Beinamen Chrysóstomus. Durch Wort und Beispiel hat er der christlichen Wahrheit viel Nutzen gestiftet. Wegen seines unerschrockenen apostolischen Freimuts, starb er in der Verbannung. - Zu Le Mans in Frankreich das Hinscheiden des heiligen Juliánus, er war in dieser Stadt der erste Bischof. - In Afrika der heilige Blutzeuge Avítus. - Zu Bethlehem in Juda die Entschlafung der heiligen Paula. Ihr durch Tugenden geziertes Leben hat der heilige Hieronymus beschrieben, er bezeugt auch, durch langes Leiden hätte sie den Siegeskranz erworben. - Am selben Tag der heilige Marius, Abt des Klosters Bovons in Frankreich. Sein Leben war reich an Tugenden, wie der berühmte Patrizier Dinamius berichtet. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS


7. Kapitel – Die Demut - Fortsetzung -

27. JANUAR – Die erste Stufe der Demut: Der Mensch achte stets auf die Gottesfurcht und hüte sich, Gott je zu vergessen. Stets denke er an alles, was Gott geboten hat, und erwäge immer bei sich, wie das Feuer der Holle der Sünden wegen jene brennt, die Gott verachten, und wie das ewige Leben jenen bereitet ist, die Gott fürchten. Zu jeder Stunde sei er auf der Hut vor Sünden und Fehlern, die im Denken, Reden, Tun und Wandel durch Eigenwillen, aber auch durch Begierden des Fleisches geschehen.
Der Mensch erwäge: Gott blickt vom Himmel zu jeder Stunde auf ihn und sieht an jedem Ort sein Tun; die Engel berichten ihm jederzeit davon. Der Prophet weist uns darauf hin, daß Gott unserem Denken immer gegenwärtig ist, wenn er sagt: "Gott prüft auf Herz und Nieren." "Der Herr kennt die Gedanken der Menschen." Ebenso sagt er: "Von fern erkennst du meine Gedanken." "Das Denken des Menschen liegt offen vor dir." Vor seinen verkehrten Gedanken auf der Hut, spreche der Bruder, der etwas taugt, ständig in seinem Herzen: "Dann bin ich makellos vor ihm, wenn ich mich vor meiner Bosheit in acht nehme."

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS

27. JANUAR – Zu Paris der selige Mönch Bruno. Er war ein gesuchter Beichtvater für Frauenklöster. Bei einer Pilgerfahrt in das Heilige Land gelangte er in die ewige Heimat.

In Villers in Brabant der selige Konversbruder Rembert. Edel war seine Herkunft. Durch sein vorbildlichen Tugendwandel erlangte er himmlischen Adel.

KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
27. JANUAR – In Österreich Gedenken an den seligen Abt Gerhard von Kremsmünster.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist.
JANUAR nach der Ordnung von 1963
27. - Alb. - Sabb. – DE B.M.V. - iii Lect. - Laud. Com. S. JOHANNIS CHRYSOSTHOMI Euge serve...- Mis. Gl. - or. 2 de S. JOHANNE CHRYSOSTHOMO – Praef. de Beata Et Te in veneratione…- Vesp. de seq. Dom. - Benedicamus Domino, alleluja, alleluja - sine Com. -

27. - weiß – Samstag - DE B.M.V. - iii Lect. - in Laudes Com. HL. JOHANNES CHRYSOSTHOMUS Euge serve...- in missa: Gloria - 2. Oration vom HL. JOHANNES CHRYSOSTHOMUS - Präf. de Beata Et Te in veneratione…- Vesp. vom folg. Sonntag – Benedicamus Domino, alleluja, alleluja - keine Com. -

N.B. Im Martyrologium wird an erster Stelle der Sonntag Septuagesima angekündigt.

ES BEGINNT DIE ZEIT DER SEPTUAGESIMA

N.B. 1. Der Traktus wird in der Septuagesimazeit nur an Sonntagen und Festen gebetet. An Ferialtagen fällt er aus.

2. An den Sonntagen der Vorfastenzeit tragen die Leviten Tunika und Dalmatik.

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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