Sonntag, 21. Januar 2018

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

22. JANUAR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
22. JANUAR - Zu Valéncia in Spanien der heilige Levit und Martyrer Vincéntius. Zur Zeit der Kaiser Diokletian und Maximian hat er nach vielen Schlägen und schweren Mißhandlungen einen ehrenvollen Triumpf erworben. Der Bericht über seine Leiden wurde unter dem Statthalter Daciánus abgeschlossen und Prudéntius verfaßte daraus in Versen einen Lobgesang. Auch der heilige Augustínus singt das Lob dieses Martyrers. - In Rom an der Aqua Salvia der heilige Anastasius, ein persischer Mönch und Martyrer. Er mußte in Cäsarea in Palästina durch die Perser mannigfache Mißhandlungen, Kerkerhaft, Schläge und Ketten erdulden. Nachdem er noch viele Peinen erlitten hatte, wurde er mit weiteren siebzig enthauptet.Zu Embrun in Frankreich die heiligen Martyrer Vincéntius, Oróntius und Victor unter dem Kaiser Diokletian.- Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS



4. Kapitel - Werkzeuge der geistlichen Kunst


- Fortsetzung -
22. JANUAR – Seine Hoffnung Gott anvertrauen.
Sieht man etwas Gutes bei sich, es Gott zuschreiben, nicht sich selbst.
Das Böse aber immer als eigenes Werk erkennen, sich selbst zuschreiben.
Den Tag des Gerichtes fürchten.
Vor der Hölle erschrecken.
Das ewige Leben mit allem geistlichen Verlangen ersehnen.
Den unberechenbaren Tod täglich vor Augen haben.
Das eigene Tun und Lassen jederzeit überwachen.
Fest überzeugt sein, daß Gott überall auf uns schaut.
Böse Gedanken, die sich in unser Herz einschleichen, sofort an Christus zerschmettern und dem geistlichen Vater eröffnen.
Seinen Mund vor bösem und verkehrtem Reden hüten.
Das viele Reden nicht lieben.
Leere und zum Gelächter reizende Worte meiden.
Häufiges oder ungezügeltes Gelächter nicht lieben.
Heilige Lesungen gerne hören.
Sich oft zum Beten niederwerfen.
Seine früheren Sünden unter Tränen und Seufzen täglich im Gebet Gott bekennen;
und sich von allem Bösen künftig bessern.
Die Begierden des Fleisches nicht befriedigen.
Den Eigenwillen hassen.
Den Weisungen des Abtes in allem gehorchen, auch wenn er selbst, was ferne sei, anders handelt; man denke an die Weisung des Herrn: "Was sie sagen, das tut; was sie aber tun, das tut nicht."
Nicht heilig genannt werden wollen, bevor man es ist, sondern es erst sein, um mit Recht so genannt zu werden.
Gottes Weisungen täglich durch die Tat erfüllen.
Die Keuschheit lieben.
Niemanden hassen.
Nicht eifersüchtig sein.
Nicht aus Neid handeln.
Streit nicht lieben.
Überheblichkeit fliehen.
Die Älteren ehren,
die Jüngeren lieben.
In der Liebe Christi für die Feinde beten.
Nach einem Streit noch vor Sonnenuntergang zum Frieden zurückkehren.
Und an Gottes Barmherzigkeit niemals verzweifeln.
Das sind also die Werkzeuge der geistlichen Kunst.
Wenn wir sie Tag und Nacht unaufhörlich gebrauchen und sie am Tag des Gerichts zurückgeben, werden wir vom Herrn jenen Lohn empfangen, den er selbst versprochen hat:
"Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, hat Gott denen bereitet die ihn lieben."
Die Werkstatt aber, in der wir das alles sorgfältig verwirklichen sollen, ist der Bereich des Klosters und die Beständigkeit in der Gemeinschaft.

5. Kapitel - Der Gehorsam
Der erste Schritt zur Demut ist Gehorsam ohne zu Zögern. Es ist die Haltung derer, denen die Liebe zu Christus über alles geht. Wegen des heiligen Dienstes, den sie gelobt haben, oder aus Furcht vor der Hölle und wegen der Herrlichkeit des ewigen Lebens darf es für sie nach einem Befehl des Oberen kein Zögern geben, sondern sie erfüllen den Auftrag sofort, als käme er von Gott . Von ihnen sagt der Herr: "Aufs erste Hören hin gehorcht er mir." Und ebenso sagt er den Lehrern: "Wer euch hört, hört mich." Daher verlassen Mönche sofort, was ihnen gerade wichtig ist, und geben den Eigenwillen auf. Sogleich legen sie unvollendet aus der Hand, womit sie eben beschäftigt waren. Schnellen Fußes folgen sie gehorsam dem Ruf des Befehlenden mit der Tat. Mit der Schnelligkeit, die aus der Gottesfurcht kommt, geschieht beides rasch wie in einem Augenblick: Der ergangene Befehl des Meisters und das vollbrachte Werk des Jüngers. So drängt sie die Liebe, zum ewigen Leben voranzuschreiten. Deshalb schlagen sie entschlossen den engen Weg ein, von dem der Herr sagt: "Eng ist der Weg, der zum Leben führt." Sie leben nicht nach eigenem Gutdünken, gehorchen nicht ihren Gelüsten und Begierden, sondern gehen ihren Weg nach der Entscheidung und Befehl eines anderen. Sie bleiben im Kloster und haben das Verlangen, dass ein Abt ihnen vorstehe. Ohne Zweifel folgen sie auf diesem Weg dem Herrn nach, der sagt: Ich bin nicht gekommen, meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.


MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS

22. JANUAR – Zu Himmerod der selige Konversbruder Walther von Bierbeke. Er wurde wegen seiner innigen Marienliebe „Mönch Mariens“ genannt. Als er noch in der Welt lebte hat sie für ihn einmal im Turnier gekämpft, weil er ihr zu Ehren einer Messe beiwohnte.


Im Kloster Heinrichau in Schlesien die seligen Mönche Johannes und Franz. Sie wurden von Hussiten erschlagen.



Zu Villers in Brabant, der selige Konversbruder Heinrich. In der Welt Herr von Weys. Nachdem er längere Zeit für irdische Herrn Kriegsdienste geleistet hatte, reihte er sich in die Reihe der geistlichen Streiter ein, um für den himmlischen König Kriegsdienste zu leisten. Er starb im Geruche der Heiligkeit.

KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
22. JANUAR – Gedenken an einen seligen Abt Guido in Friesland.
Gedächtnis des seligen Medericus schon früh trat er in das Kloster von St. Martin in Autun ein. Später wurde er dessen Abt. großen Widerstand hatte er von seinen Mönchen zu erdulden, die sich seinen Reformbestrebungen widersetzten. Gegen Ende seine Lebens lebte er als Eremit. Gott prüfte seine treuen Diener wie Gold im Feuer. Drei Jahre bis zu seinem Tod wurde er durch eine schmerzhafte Krankheit geplagt.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - JANUAR -
 nach der Ordnung von 1963
22. - Rubr. - Fer. 2 – SS. VINCENTIUS & ANASTASIUS, MMART. - iii Lect.- Laud. Com. B.M.V.- Gl. - or. una – Praef. Communis - Vesp. de fer. - Com. S. EMERENTIANA, VIRG. & MART. Veni sponsa& B.M.V.-

22. - rot – Montag - Fer. II - HLL.VINZENZ & ANASTASIUS, MMART. - iii Lect.- in Laudes Com. B.M.V. - in missa: Gloria - 1 Oration - Präf. Communis - Vesp. vom Tag & Com. der HL.EMERENTIANA, JUNGFR. & MART. Veni sponsa& B.M.V -
HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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