Sonntag, 14. Januar 2018

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

15. JANUAR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und Interessenten sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
15. JANUAR - In der Landschaft Anjou der selige Abt Maurus, ein Schüler unseres heiligen Vaters Benedictus. - In Judäa die heiligen Propheten Hábakuk und Michäas, deren Überreste unter dem Kaiser Arcadius durch eine göttliche Offenbarung aufgefunden wurden. - Zu Clermont der heilige Bischof und Bekenner Bonítus, reiche Tugend zierte sein Leben. - In Ägypten der heilige Abt Makárius. Er war ein Schüler des seligen Antónius, berühmt durch seine Wundertaten und sein Leben. - Ebenfalls heute, der heilige Isidór. Er glänzte durch Wundertaten und Glaubenskraft.- Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Märtyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS


2. Kapitel - Der Abt
- Fortsetzung -
15. JANUAR – Vor allem darf er über das Heil der ihm Anvertrauten nicht hinwegsehen oder geringschätzen und sich größere Sorgen machen um vergängliche, irdische und hinfällige Dinge. Stets denke er daran: Er hat die Aufgabe übernommen, Menschen zu führen, für die er einmal Rechenschaft ablegen muss. Wegen des vielleicht allzu geringen Klostervermögens soll er sich nicht beunruhigen; vielmehr bedenke er das Wort der Schrift: "Sucht zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und dies alles wird euch dazu gegeben." Ein anderes Schriftwort sagt: "Wer ihn fürchtet, leidet keinen Mangel." Der Abt muss wissen: Wer es auf sich nimmt, Menschen zu führen, muss sich bereithalten, Rechenschaft abzulegen. Er sei sich darüber ganz im klaren: Wie groß auch die Zahl der Brüder sein mag, für die er Verantwortung trägt, am Tag des Gerichts muss er für sie alle dem Herrn Rechenschaft ablegen, dazu ohne Zweifel auch für sich selbst. Immer in Furcht vor der bevorstehenden Untersuchung des Hirten über die ihm anvertrauten Schafe, sorgt er für seine eigene Rechenschaft, wenn er sich um die der anderen kümmert. Wenn er mit seinen Ermahnungen anderen zur Besserung verhilft, wird er selbst von seinen Fehlern geläutert.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
15. JANUAR Der selige Mönch Gottfried von Peronne, Prior in Clairvaux. Gegen den Willen Eugen III. und des hl. Bernhard schlug er den bischöflichen Stuhl von Nantes aus.

In Köln bei St. Andreas die selige Reklusin Heilika. Sie führte nach den Cisterciensergewohnheiten ein verborgenes Leben. Selbst ihren Namen hat sie verheimlicht deshalb nannten sie die Menschen „Heilika“, die Heilige.- ( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
15. JANUAR – Gedenken an den seligen Eigil, Abt von Fulda.
Der heilige Maurus wurde von seinen Eltern dem hl. Vater Benediktus zur Erziehung übergeben. Er wurde zusammen mit dem kleinen Oblaten Placidus dessen Lieblingsschüler. Er rettete nach dem Zeugnis des hl. Gregors des Großen Placidus vor dem Ertrinken. Die Überlieferung berichtet von außergewöhnlichen Kräften zur Krankenheilung. Gerühmt wurden sein frommer Lebenswandel, der vollkommene Gehorsam und seine tiefe Demut.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. JANUAR 
nach der Ordnung von 1963
15. - Alb. - Fer. 2 – S. MAURUS, ABBAS - iii Lect.- Laud. Com. B.M.V. - Mis. Gl. - or. una - Praef. communis – Vesp. de fer. ( Or. de II Dom. p. Epiph. ) – Com. MARCELLI, PAPAE & MART. Beatus vir…& B.M.V -

15. - weiß - Montag – Fer.II - HL. MAURUS, ABT - iii Lect.- in Laudes Com. B.M.V. - in missa: Gloria - 1 Oration - Präf. Communis - Vesp. vom Tag ( Oration vom 2. So. n. Epiph. ) - Com. des HL. MARZELLUS, PAPST & MART. Beatus vir…& B.M.V -

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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