Donnerstag, 7. Dezember 2017

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

08. DEZEMBER

PATET PORTA MAGIS COR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und andere Gäste sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
08. DEZEMBER – Die Unbefleckte Empfängnis der allheiligen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Am heutigen Tage hat Papst Pius IX. feierlich als Glaubenssatz verkündet, daß die allzeit Jungfräuliche Gottesgebärerin Maria durch Gottes besonderen Gnadenvorzug von jedem Makel der Erbschuld frei blieb. ( Bete ein AVE MARIA ) - Zu Rom der heilige Papst Eutychianus, ein Jahr lang regierte er die Kirche. Unter dem Kaiser Aurelianus gewann er durch das Martyrium den Siegeskranz. Begraben wurde er im Cömeterium des Callistus. Er selber hatte mit eigener Hand an verschiedenen Stätten dreihundertzweiundvierzig Martyrer bestattet. - Am selben Tag der heilige Martyrer Makarius. Als ihn zur Zeit des Decius der Richter mit vielen Worten zur Verleugnung Christi bewegen wollte, bekannte er um so standhafter seinen Glauben. Dafür verbrannte man ihn lebendig. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Märtyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

Kapitel 55 – Die Kleidung und Schuhe der Brüder
- Fortsetzung -
08. DEZEMBER – Als Bettzeug genügen Matte, Tuch, Decke und Kopfkissen. Der Abt durchsuche häufig die Betten, ob sich dort nicht Eigenbesitz finde. Wenn sich bei einem etwas findet, das er nicht vom Abt bekommen hat, treffe ihn strengste Strafe. Um dieses Laster des Eigenbesitzes mit der Wurzel auszurotten, muss der Abt alles Notwendige geben: Kukulle, Tunika, Socken Schuhe, Gürtel, Messer, Griffel, Nadel, Tuch, Schreibtafel; so kann sich keiner damit entschuldigen, es habe ihm etwas Notwendiges gefehlt. Der Abt erwäge aber immer den Satz der Apostelgeschichte: "Jedem wurde soviel zugeteilt, wie er nötig hatte." So berücksichtigt der Abt die Schwäche der Bedürftigen, nicht die Missgunst der Neider. Doch bei all seinen Entscheidungen denke er an die Vergeltung Gottes.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
08. DEZEMBER - Der selige Konstantin, erster Prior von Trois Fontaines. Später wurde er als Gründerabt vom hl. Bernhard nach Orval gesandt. Er verstarb im Rufe der Heiligkeit.
In Portugal die selige Äbtissin Johanna von Castres. Sie wurde von entarteten Kriegsvolk ermordet. Denn sie hatte ihnen ihre Verbrechen vorgehalten. ( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
08. DEZEMBER – Gedenken an den seligen Romarich von Remiremont, Mönch von Luxeuil ( um 600 ). Später Gründer und Abt von Remiremont.
In Thüringen die selige Äbtissin Kunihildis.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. DEZEMBER 
nach der Ordnung von 1963
08. - Alb. - Fer. 6 - IMMACULATA CONCEPTIO B.M.V. - Serm. maj.- Laud. Com. fer. Ecce veniet...- Mis.– Gl. - or. 2 de fer. - Cr. - Praef. de Beata Et Te in Conceptione Immac - Vesp. de festo – Com. fer. Ex Aegypto...-

08. - weiß – Freitag Fer. VI - FEST DER UNBEFLECKTEN EMPFÄNGNIS DER ALLERSELIGSTEN JUNGFRAU UND GOTTESMUTTER MARIA - Serm. maj.- in Laudes Com. des Wochentages Ecce veniet...- in missa: Gloria - 2. Oration vom Wochentag - Credo - Präf. de Beata Et Te in Conceptione Immac…- Nach der Terz feierliche Prozession - ( wenn Prozession stattfand, entfällt Ps. Judica..& die Orat. Aufer…u. Oramus) - Vesp. vom Fest - Sonntagspsalmen - Com. des Wochentages Ex Aegypto...-
HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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