Donnerstag, 21. Dezember 2017

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

22. DEZEMBER

PATET PORTA MAGIS COR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Gewohnheiten der Cistercienser bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und andere Gäste sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
22. DEZEMBER – In Rom, an der Via Labicana, zwischen den zwei Lorbeerbäumen, der Heimgang dreißig heiliger Martyrer, die alle an einem Tag in der Verfolgung des Diokletian den Siegeskranz erlangten. - Zu Ostia an der Tibermündung die heiligen Martyrer Demetrius, Honoratus und Florus. - In Alexandria der heilige Martyrer Ischyrion. Er ließ sich weder durch Schmeicheleien noch durch Schmähreden zum Götzenopfer bewegen. Er starb als man ihm einen spitzen Pfahl in den Leib getrieben hat. In Antiochia der heilige Martyrer Basilius. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

Kapitel 65 Vom Prior des Klosters

22. DEZEMBER – Zu oft schon sind durch Einsetzung eines Priors schwere Streitigkeiten in den Klöstern entstanden. Vom bösen Geist des Stolzes aufgebläht, bilden sich manche ein, zweite Äbte zu sein; sie reißen die Herrschaft über andere an sich, sie schüren Ärger und Streit, sie stiften Zwietracht in ihren Gemeinschaften. Das geschieht vor allem dort, wo derselbe Bischof und die selben Äbte, die den Abt einsetzen, auch den Prior einsetzen. Wie verkehrt das ist, lässt sich leicht einsehen; denn schon vom Tage seiner Einsetzung an wird dem Prior Anlass zum Stolz gegeben. Seine Gedanken flüstern ihm nämlich ein, er sei der Autorität seines Abtes entzogen, weil er von denselben eingesetzt sei wie der Abt. Daraus entstehen Neid, Streit, Verleumdung, Eifersucht, Zwietracht und Unordnung. Wenn Abt und Prior gegeneinander stehen, bringt diese Zwietracht ihre Seelen zwangsläufig in Gefahr, und auch ihre Untergebenen laufen ins Verderben, wenn sie den Parteien schmeicheln. Die Hauptverantwortung für diesen gefährlichen Mißstand trifft jene, die eine solche Unordnung verursacht haben.
MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
22. DEZEMBER – Das Gedächtnis des seligen Robert de la Houssaye, Mönch von Chalis. Er wurde auf den Bischofsitz von Senlis erhoben. Als guter Hirte verblieb er im Gedächtnis der Seinen.

Zu Zülpich der selige Konversbruder Engelbert. Schon als kleines Kind konnte er das Ave Maria beten. Lebenslang hatte er den englischen Gruß auf den Lippen. Die allheilige Gottesmutter hat zuweilen seinen Gruß erwidert. ( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
22.DEZEMBER – Gedenken an den heiligen Amaswinthus von Málaga, Abt in Silva de Málaga. 982 ging er ein in die Freude seines Herrn.
In der Abtei Prüm am 22. Dezember 866 das Hinscheiden des seligen Hungerus. Aus der Mönchszelle wurde er zum Bischof von Utrecht berufen.
Gedächtnis des seligen Noting. Er war Mönch im Kloster St. Gallen. 919 wurde er Bischof von Konstans.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - DEZEMBER -
nach der Ordnung von 1963
22. - Viol. - Fer. 6 - De ea – Vigil. Lect. & RR. propr. - in II. Noct. et ad Horas or. propr. - Laud. Com. B.M.V.- Mis. propr. - or. una - Praef. de Advent. - Vesp. de fer. – O - ANTIPHON ad Magn. O Rex

22. - violett – Freitag – Fer. VI – de ea – QUATEMBER - in der Vigil eig. Lect und Responsorien - in den Horen eig. Antiphonen & Tagesoration - in Laudes Com. B.M.V.- in missa: eig. Meßformular - kein Gloria - kein Allelujavers - Präf. de adventu - Vesp. vom Tag - mit eig. Oration vom QUATEMBERTAG - O - ANTIPHON zum Magn. O Rex…( extra stalla, zur Oration aber auf den Misericordien verbeugt ) - Com. B.M.V. Alma redemptoris mater -

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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