Dienstag, 28. November 2017

CISTERTIUM MATER NOSTRA
 
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

29. NOVEMBER

PATET PORTA MAGIS COR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und andere Gäste sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
29. NOVEMBER Zu Rom, an der Via Salaria, der Heimgang des heiligen Saturninus mit dem Beinamen der Greis und des Diakons Sisinius unter dem Kaiser Maximianus. Sie mußten lange im Kerker schmachten. Dann befahl der Stadtpräfekt, sie auf die Folter zu legen und mit Riemen fest zuschnüren, sie mit Knütteln und Skorpionen zu schlagen und sie an den Seiten mit Feuer zu brennen. Schließlich ließ er sie von der Folter herabnehmen und enthaupten. - In Toulouse der heilige Bischof Saturninus. Heiden ergriffen ihn auf dem Kapitol der genannten Stadt und stürzten ihn vom höchsten Punkt über alle Stufen herab. Da ward sein Haupt zerschmettert und sein ganzer Leib zerschunden. So hauchte er, Christus würdig geworden, seine Seele aus.- Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Märtyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

Kapitel 48 – Die Ordnung für Handarbeit und Lesung - 


Fortsetzung

29. NOVEMBER – Am Sonntag sollen ebenfalls alle für die Lesung frei sein außer jenen, die für verschiedene Dienste eingeteilt sind. Ist aber einer so nachlässig und träge, dass er nicht willens oder nicht fähig ist, etwas zu lernen oder zu lesen, trage man ihm eine Tätigkeit auf, damit er nicht müßig ist. Kranken oder empfindlichen Brüdern werde eine passende Beschäftigung oder ein geeignetes Handwerk zugewiesen; sie sollen nicht müßig sein, aber auch nicht durch allzu große Last der Arbeit erdrückt oder sogar fort getrieben werden. Der Abt muss auf ihre Schwäche Rücksicht nehmen.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
29. NOVEMBER – Zu Clairvaux der selige Abt Robert. Er war ein Verwandter des hl. Vaters Bernhard. Durch unerleuchteten Eifer und übermäßiges Fasten wurde er zerrüttet und dadurch kleinmütig. So verließ er Clairvaux und ging nach Cluny. Der hl. Bernhard betete und bewog ihn durch ein Mahnschreiben zur Rückkehr. Durch den Schaden belehrt, ging er den Weg wahrer Vollkommenheit. Er wurde nach dem Tod des hl. Vaters dessen Nachfolger.

In Heiligenthal / Unterfranken die selige Jutta / Julitta. Erste Äbtissin dieses Klosters. Nach ihrem Tod wurde sie von Pest – und Fieberkranken angerufen. ( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

Gedenken an die selige Jolanda. Sie war zuerst schwarze Benediktinerin in Moustier-sur-Sambre. Auf eine Empfehlung hin, trat sie zur cisterciensischen Observanz in Aywieres ( Ottignies ) über. Hier ergab sie sich einer asketischen Lebensführung und führte ein reiches Gebetsleben.

KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
29. NOVEMBER – In Württemberg im Kloster Murrhardt das heilige Hinscheiden des seligen Walderich, erster Abt dieses Coenobiums. Seinen monastischen Lebensweg begann er als Eremit. Später wurde er Mönch und Abt in Neustadt am Main. Um 788 wurde er als Abt in das neugegründete Kloster Murrhardt transferiert. Weithin ging die Kunde von seiner Wunderkraft und seinen Krankenheilungen. An einem 29. November um 840 trat er als guter und getreuer Knecht vor seinen Herrn.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - NOVEMBER
 nach der Ordnung von 1963
29. - Vir. - Fer. 4 De ea - Vigil 3 lect.- RR. 7, 8 de DOM. V NOV. - Misit..., Angustiae..., Laudabilis ( Resp. 9 vom Dom. I Nov ) - or. de Dom. 24 et ult. post Pent. - Laud. Com. S. SATURNINI, MART. Qui vult...& B.M.V.- mis. de Dom. 24 et ult. post Pent. - sine Gl. - or. 2 de S. SATURNINO Praef. communis – Vesp. de seq. festo. – sine Com.

29. - grün – Mittwoch – Fer. IV - de ea ( Ferialtag ) in der Vigil 3 lect.- Responsorien 7, 8, vom DOMINICA V NOVEMBRIS Misit..., Angustiae..., Laudabilis ( Resp. 9 vom Dom. I Nov ) Oration vom 24. SONNTAG n. PFINGSTEN - in Laudes Com. des HL. SATURNINUS Qui vult...& B.M.V.- in missa: vom LETZTEN ( 24.) SONNTAG n. PFINGSTEN - kein Gloria - 2. Oration vom HL. SATURNINUS - Präf. communis - Vesp. vom folg. Fest - Sonntagspsalmen - keine Com. -

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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