Montag, 27. November 2017

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

28. NOVEMBER

PATET PORTA MAGIS COR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und andere Gäste sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
28. NOVEMBER – Zu Rom der heilige Rufus. - Diokletian machte ihn und seine ganze Familie zu Blutzeugen Christi. - Bei Korinth der Heimgang des heiligen Sosthenes. Er war ein Schüler des heiligen Apostels Paulus. Der Apostel erwähnt ihn auch in seinem ersten Brief an die Korinther. - Am selben Tag in Afrika als heilige Martyrer die Bischöfe Papinianus und Mansuetus. Sie wurden in der Vandalischen Verfolgung wegen der Verteidigung des katholischen Glaubens am ganzen Leib mit glühenden Eisenplatten gebrannt und vollendeten so ruhmvoll ihr Martyrium. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Märtyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

Kapitel 48 – Die Ordnung für Handarbeit und Lesung - 


Fortsetzung

28. NOVEMBER – Vom 1. Oktober bis zum Beginn der Fastenzeit sollen sie bis zum Ende der zweiten Stunde für die Lesung frei sein. Zur zweiten Stunde werde die Terz gehalten. Bis zur neunten Stunde verrichten alle die Arbeit, die ihnen aufgetragen ist. Beim ersten Zeichen zur Non breche jeder seine Arbeit ab, um bereit zu sein, wenn das zweite Zeichen gegeben wird. Nach dem Essen sollen sie für ihre Lesung oder für die Psalmen frei sein. In den Tagen der Fastenzeit aber sollen sie vom Morgen bis zum Ende der dritten Stunde für ihre Lesung frei sein. Dann verrichten sie bis zum Ende der zehnten Stunde, was ihnen aufgetragen wird. In diesen Tagen der Fastenzeit erhält jeder einen Band der Heiligen Schrift, den er von Anfang bis Ende ganz zu lesen hat. Diese Bände werden zu Beginn der Fastenzeit ausgegeben. Vor allem bestimme man einen oder zwei Ältere, die zu den Stunden, da die Brüder für die Lesung frei sind, im Kloster umhergehen. Sie müssen darauf achten, ob sich etwa ein träger Bruder findet, der mit Müßiggang oder Geschwätz seine Zeit verschwendet, anstatt eifrig bei der Lesung zu sein; damit bringt einer nicht nur sich selbst um den Nutzen, sondern lenkt auch andere ab. Wird ein solcher, was ferne sei, ertappt, werde er einmal und ein zweites Mal zurechtgewiesen. Bessert er sich nicht, treffe ihn die von der Regel vorgesehene Strafe so, dass die anderen sich fürchten. Überhaupt darf ein Bruder mit einem anderen nur in den vorgesehenen Stunden zusammen sein.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
28. NOVEMBER – Zu Citeaux der selige Abt Wilhelm II. Er stand dem Orden mit großem Eifer erfolgreich vor.
Der selige Gunfried, einer jener Jünglinge, die mit dem hl. Bernhard in Citeaux um Aufnahme baten. Er wurde später der Gründerabt von Clairmarais in Flandern.

Kirchweihe Unserer Lieben Frau von Welehrad ( Bellumgradum ). ( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

Menologium Cisterciense oder kurtzbegrieffene Lebensverfassung....1731 im Original:
In Sachsen ( Niedersachsen ) die Gedächtnuß derer Heiligen zehen München / und fünft Convers-Brüdern / welche in dem Closter Beatae Mariae de Luka ( Lokkum ), in welchem sie den Cistercienser Orden angenomen/ also der Welt und aller ihrer Eitelkeit abgestorben/ und ihre Leiber freuwilliger Weiß gecreutziget haben / daß sie den Gipffel der Vollkommenheit erlangten / und nur allein schienen GOTT zu leben; damit aber diese ihre Vollkommenheit der Welt offenbar wurde / seynd sie von dem Seeligen Rudolpho einem Mann grosser Heiligkeit am Creutz angeheffter/ und mit Himmlischem Glantz umgebener gesehen worden / in dero Mitten aber auch zugleich Christus der Welt Heyland am Creutz gehangen / dessen Glorie sie anjetzt im Himmel gemessen / gleich wie sich auff Erden dessen Leydens theilhafftig gewesen.

KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
28. NOVEMBER – Gedächtnis der seligen Hathumoda. Nonne und später Äbtissin ( 852 ) vom Benediktinerinnenkloster Brunshausen, das ihre Eltern gegründet hatten. Das Kloster wurde 856 nach Gandersheim verlegt. Als im Kloster eine Seuche grassierte, beteiligte sie sich bei der Pflege. Von der Krankheit ergriffen, ging sie heim zu ihrem göttlichen Bräutigam.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - NOVEMBER
 nach der Ordnung von 1963
28. - Vir. - Fer. 3 De ea - Vigil 3 lect.- RR. 4, 5, 6 de DOM. V NOV. - Super muros..., Muro tuo..., Sustinuimus...- or. de Dom. 24 et ult. post Pent. - Laud. Com. B.M.V.- mis. de Dom. 24 et ult. post Pent. - sine Gl. - or. una – Praef. communis - Vesp. de fer. – Com. S. SATURNINI, MART. Beatus vir…& B.M.V. -

28. - grün - Dienstag – Fer. III - de ea ( Ferialtag ) in der Vigil 3 lect.- Responsorien 4, 5, 6 vom DOMINICA V NOVEMBRIS Super muros..., Muro tuo..., Sustinuimus...- Oration vom 24. SONNTAG n. PFINGSTEN - in Laudes Com. B.M.V.- in missa: vom LETZTEN ( 24.) SONNTAG n. PFINGSTEN - kein Gloria - 1 Oration - Präf. communis - Vesp. vom Tag – Com. des HL. SATURNINUS, MART. Beatus vir…& B.M.V. -

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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