Sonntag, 26. November 2017

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

27. NOVEMBER

PATET PORTA MAGIS COR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und andere Gäste sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
27. NOVEMBER – Bei Riez in Frankreich der heilige Bischof und Bekenner Maximus. Er war von früher Jugend an mit vielen Tugenden geschmückt. Zuerst war er Abt des Klosters Lerins, dann Bischof von Riez. Hohen Ruhm erlangte er durch Zeichen und Wunder. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Märtyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.
LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

Kapitel 48 – Die Ordnung für Handarbeit und Lesung

27. NOVEMBER – Müßiggang ist der Seele Feind. Deshalb sollen die Brüder zu bestimmten Zeiten mit Handarbeit, zu bestimmten Stunden mit heiliger Lesung beschäftigt sein. Und so meinen wir, durch folgende Verfügung die Zeit für beides ordnen zu können: Von Ostern bis ersten Oktober verrichten sie morgens nach der Prim bis ungefähr zur vierten Stunde die notwendigen Arbeiten. Von der vierten Stunde aber bis zur Sext sollen sie frei sein bis zur Lesung. Nach der Sext und der Mahlzeit sollen sie unter völligem Schweigen auf ihren Betten ruhen. Will aber einer für sich lesen, dann lese er so, dass er keinen anderen stört. Die Non werde früher gehalten, zur Mitte der achten Stunde; dann gehen sie bis zur Vesper wieder an ihre Arbeit. Wenn die Ortsverhältnisse oder die Armut fordern, dass sie die Ernte selber einbringen, sollen sie nicht traurig sein. Sie sind dann wirklich Mönche, wenn sie wie unsere Väter und die Apostel von ihrer Hände Arbeit leben. Alles aber geschehe wegen der Kleinmütigen wegen maßvoll.
MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
27. NOVEMBER – In Villers der selige Fastrad. Er wurde mit dem seligen Abt Laurentius, vom hl. Bernhard zur Gründung des Klosters Villers ausgesandt. Später wurde er dessen Nachfolger. Am Ende seines Lebens hat der Lohn des getreuen Knechtes empfangen. ( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)
KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
27. NOVEMBER – In Unterfranken die selige Bilhildis. Sie reiste nach Mainz zu ihrem Onkel, Erzbischof Rigibert. Nach dem Tod ihres Gatten, verwandte sie ihr Erbe zur Fürsorge für Arme und Kranke. Sie erwarb ein Grundstück auf dem sie ein Kloster gründete, das später Altmünster hieß und dessen Äbtissin sie wurde. Um 734 erhielt sie den Lohn der emsigen Hausfrau, die unaufhörlich Schätze der Uneigennützigkeit erworben hat.
Gedenken an den heiligen Apollinaris, Abt von Monte Cassino und vierzehnter Nachfolger unseres hl. Vaters Benediktus.

LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - NOVEMBER 
nach der Ordnung von 1963
27. - Vir. - Fer. 2 De ea - Vigil 3 lect.- RR. 1, 2, 3. de DOM. V NOV. Vidi Dominum..., Aspice Domine..., Aspice Domine, quia...- or. de Dom. 24 et ult. post Pent. - mis. de Dom. 24 et ult. post Pent. - sine Gl. - or. una – Praef. communis - Vesp. de fer. – Com. B.M.V. -

27. - grün - Montag – Fer. II - de ea ( Ferialtag ) in der Vigil 3 lect.- Responsorien 1, 2, 3. vom DOMINICA V NOVEMBRIS Vidi Dominum..., Aspice Domine..., Aspice Domine, quia...- Oration vom 24. SONNTAG n. PFINGSTEN - in Laudes Com. B.M.V. - In missa: vom LETZTEN ( 24.) SONNTAG n. PFINGSTEN - kein Gloria - 1 Oration - Präf. communis - Vesp. vom Tag - Com. B.M.V. -

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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