Sonntag, 19. November 2017

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

20. NOVEMBER

PATET PORTA MAGIS COR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und andere Gäste sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
20. NOVEMBER Das Gedächtnis aller Eltern der Mitglieder unseres Ordens, die im vergangenen Jahr verschieden sind. - Zu Turin die heiligen Martyrer aus der Legion der Thebäer Octavius, Solutor und Adventor. - In Chalons der heilige Bischof und Bekenner Silvester. Er ging im zweiundvierzigsten Jahre seines Priestertums zum Herrn ein, hochbetagt und reich an Tugenden. - Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Märtyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

Kapitel 42 – Das Schweigen nach der Komplet
20. NOVEMBER – Immer müssen sich die Mönche mit Eifer um das Schweigen bemühen, ganz besonders aber während der Stunden der Nacht. Daher treffen wir eine Regelung für das ganze Jahr, sowohl für Fasttage wie für tage ohne Fasten. An Tagen mit Mittag und Abendessen gilt: Sobald man vom Abendessen aufgestanden ist, setzen sich alle zusammen. Dann lese einer die "Unterredungen", die "Lebensbeschreibungen der Väter" oder sonst etwas vor, das die Hörer erbaut, nicht aber den Heptateuch oder die Bücher der Könige, denn für weniger gefestigte Brüder ist es nicht gut, wenn sie zur Abendstunde diese Schriften hören; zu anderer Zeit soll man sie lesen. An Fasttagen gilt: Nach der Feier der Vesper und einer kurzen Pause begibt man sich, wie schon gesagt, zur Lesung der "Unterredungen". Man lese vier oder fünf Blätter, soviel die Zeit eben erlaubt. So können während dieser Lesung alle zusammenkommen, auch wenn sie noch mit zugewiesenen Arbeiten beschäftigt waren. Sind alle versammelt, halten sie die Komplet. Wenn sie dann aus der Komplet kommen, gebe es für keinen mehr die Erlaubnis, irgend etwas zu reden. Findet sich einer der diese Regel des Schweigens übertritt, werde er schwer bestraft, ausgenommen, das Reden sei wegen der Gäste nötig, oder der Abt gebe jemandem einen Auftrag. Aber auch dann geschehe es mit großem Ernst und vornehmer Zurückhaltung.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
20. NOVEMBER – Gedächtnis der seligen Martyrermönche von Ossek, die am 20. November 1429 von den Hussiten ob des wahren Glaubens grausam hingemordet wurden. ( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

Menologium Cisterciense oder kurtzbegrieffene 


Lebensverfassung....1731 im Original:

In Franckreich der Seelige Joannes Prior zu Carl-Stadt / welcher aus eyffriger Erhaltung der Clösterlichen Ordens-Zucht von einem / dessen Mängel er mißbilliget/ und das Laster gestraffet / grausam hingerichtet/ glorwürdig aber gestorben / und die Cron und Palm-Zweig derer Märtyrer glückseelig erworben; da er dem Seeligen Claravallenser Abbten und ersten Ordens - Märtyrer Gerardo in allem nachgefolget / welcher zu Igniaco durch einen dergleichen Tod/ aus eben solcher Ursach / glorwürdig sein Leben beschlossen.
KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
20. NOVEMBER – Gedenken an den seligen Hieronymus, Mönch von Vallumbrosa.
Gedächtnis des seligen Ambrosius Traversari. Mit 14 Jahren trat er in Kamaldulenserkloster St. Maria degli Angeli in in Florenz ein. 1431 wurde er zum Generalabt des Ordens gewählt. Er war ein großer Theologe und beherrschte die griechische Sprache vollständig. Er übersetzte viele Schriften der Kirchenväter ins Lateinische und machte sie dadurch in der lateinischen Kirche bekannt. Papst Eugen IV. sandte ihn zum Konzil von Basel, wo er den Primat des Papstes verteidigte. Am 21. Oktober 1439 verstarb er in seinem Kloster in Florenz
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - NOVEMBER
 nach der Ordnung von 1963
20. - Nigr.  / Vir. - Fer. 2 – De ea – COMM. PARENTUM & FRATRUM NOSTR. DEF. - Vigil 3 lect.- RR. 1, 2, 3. de DOM. IV NOV. Vidi Dominum..., Aspice Domine..., Aspice Domine, quia...- or. de Dom. VI p. Epiph. - Laud. Com. B.M.V.- mis. conv. 3 de requiem – or. Deus cui proprium...- Praef. defunctorum - Vesp. de seq. fest. - sine Com.-

20. - schwarz – MontagFer. II - de ea - ( Ferialtag ) GEDÄCHTNIS UNSERER VERSTORBENEN ELTERN & MITBRÜDER - in der Vigil 3 lect.- Responsorien 1, 2, 3. vom DOMINICA IV NOVEMBRIS Vidi Dominum..., Aspice Domine..., Aspice Domine, quia...- Oration vom 6. nachgeholten Sonntag n. Erscheinung - in Laudes Com. B.M.V - in missa conv. 3 de requiem - 1 Oration Deus cui proprium...- Präf. defunctorum - Vesp. vom folg. Fest - Sonntagspsalmen - keine Com. -

HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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