Donnerstag, 16. November 2017

CISTERTIUM MATER NOSTRA
Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

17. NOVEMBER

PATET PORTA MAGIS COR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cistercienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und andere Gäste sind herzlich willkommen.
Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE
17. NOVEMBER Neocaesarea im Pontus der Heimgang des heiligen Bischofs Gregorius. Er war durch Gelehrsamkeit und Heiligkeit berühmt. Man nannte ihn den Wundertäter wegen der Zeichen und Wunder, die er zum Ruhm der Kirchen wirkte. - In Cordoba das Leiden der heiligen Martyrer und Geschwister Akisklus und Victoria. In Erinnerung an ihren kostbaren Tod, sammelte man Rosen, die am selben Tag durch göttliches Wirken blühten. - Zu Helfta in Sachsen der Heimgang der heiligen Jungfrau und Mystikerin Gertrud, genannt die Große. - In Alexandria der heilige Bischof Dionysius. Durch wiederholtes Bekenntnis seines Glaubens berühmt und durch mannigfache Leiden und Folterungen erprobt, entschlief er hochbetagt als Bekenner, zur Zeit des Kaisers Valerianus und Galienus. - Zu Orleans der heilige Bischof und Bekenner Anianus. Wie kostbar sein Tod in den Augen des Herrn gewesen, bezeugen häufige Wunder.- Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Märtyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES
 
HLST. VATERS BENEDIKTUS

Kapitel 39 – Das Maß der Speisen
17. NOVEMBER – Nach unserer Meinung dürfte für die tägliche Hauptmahlzeit, ob zur sechsten oder zur neunten Stunde für jeden Tisch mit Rücksicht auf die Schwäche einzelner zwei gekochte Speisen genügen. Wer etwa von der einen Speise nicht essen kann, dem bleibt zur Stärkung die andere. Zwei gekochte Speisen sollen also für alle Brüder genug sein. Gibt es Obst oder frisches Gemüse, reiche man es zusätzlich. Ein reichlich bemessenes Pfund Brot genüge für den Tag, ob man nur eine Mahlzeit hält oder Mittag - und Abendessen einnimmt. Essen die Brüder auch am Abend, so hebe der Cellerar ein Drittel dieses Pfundes auf, um es ihnen beim Abendtisch zu geben. War die Arbeit einmal härter, liegt es im Ermessen und Zuständigkeit des Abtes, etwas mehr zu geben, wenn es gut tut. Doch muss vor allem Unmäßigkeit vermieden werden; und nie darf sich bei einem Mönch Übersättigung einschleichen. Denn nichts steht so im Gegensatz zu einem Christen wie Unmäßigkeit. Sagt doch unser Herr: "Nehmt euch in acht, dass nicht Unmäßigkeit euer Herz belaste." Knaben erhalten nicht die gleiche Menge wie Erwachsene, sondern weniger. In allem achte man auf Genügsamkeit. Auf Fleisch vierfüßiger Tiere sollen alle verzichten, außer die ganz schwachen Kranken.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS
17. NOVEMBER – In Frankreich der selige Garimund, Abt von Pontigny. Er stand im großen Ruf der Heiligkeit. Später wurde er Bischof und ist auf einer Reise nach Rom verstorben.
Ebenfalls in Frankreich, ein seliger Edmund. Er war zuerst regulierter Chorherr und hat in Clairvaux den Cistercienserhabit angenommen. Große Versuchungen sollten ihn von seinem Entschluß abbringen. Er aber blieb beharrlich. In einem Gesicht erschien ihm der heilige Vater Bernhard und getröstet ging er in die ewige Heimat.
KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
17. - NOVEMBER – Im Rheingau das Andenken an die selige Hiltrud. Sie war Nonne auf dem Rupertsberg bei Bingen und Gefährtin unserer hl. Mutter Hildegard.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. NOVEMBER
 nach der Ordnung von 1963
17. - Alb. - Fer. 6 – S. GREGORIUS THAUMATURGUS, EP. & CONF. - iii Lect.- Laud. Com. B.M.V.- mis. Gl. - or una – Praef. communis - Vesp. de seq. fest. – Resp. breve de II. Vesp. - sine Com.-

17. - weiß – Freitag – Fer. VI – HL. GREGORIUS THAUMATURGUS, BISCH. & BEKENN. – iii Lect.- in Laudes Com. B.M.V.- in missa: Gloria - 1 Oration – kein Credo - Präf. communis – Vesp. vom folg. Fest - Responsorium breve aus der II. Vesper -
HINWEIS
Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht. Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE
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